03:01 24 November 2017
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    Russland weist europäische CO2-Abgaben für Flugzeuge strikt zurück

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    Die russischen Fluggesellschaften werden nach Worten von Vizepremier Sergej Iwanow die Klimaschutz-Abgaben, die die EU ab 1. Januar einführen will, nicht bezahlen.

    Die russischen Fluggesellschaften werden nach Worten von Vizepremier Sergej Iwanow die Klimaschutz-Abgaben, die die EU ab 1. Januar einführen will, nicht bezahlen.

    „Die Position der USA und Russlands ist in dieser Angelegenheit ident. Wir werden uns den einseitigen Entscheidungen nicht unterordnen“, sagte Iwanow am Dienstag.

    Ab 2012 werden Airlines, die aus oder nach Europa fliegen, Emissionsrechte kaufen müssen. Auf diese Weise hat die EU auch im Flugverkehr mit dem Klimaschutz ernst gemacht. Die Fluggesellschaften werden nun für 15 Prozent ihrer Abgase Zertifikate kaufen müssen, der Rest wird kostenlos zugeteilt.

    Zuvor hatte Iwanow gesagt, Russland wolle keinen Konflikt mit der EU wegen der neuen Forderungen. Laut Premierminister Wladimir Putin soll diese Frage durch einen Kompromiss gelöst werden.

    Für die internationale Regelung des Flugverkehrs sei Iwanow zufolge die Internationale Zivilluftfahrtorganisation ICAO zuständig, die jedoch keine Entscheidungen über die Klimaschutz-Abgaben getroffen hat.

    Besonders aktiv gegen die Teilnahme am europäischen Handel mit Verschmutzungsrechten ist China aufgetreten. Die neuen Regeln würden die chinesischen Fluggesellschaft allein für das erste Jahr nach ihrer Einführung 123 00 Millionen US-Dollar kosten. Gegen diese EU-Initiative haben sich auch die USA, Kanada und die Vereinigten Arabischen Emirate geäußert.