05:25 21 November 2017
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    Merkel bekennt sich zum Hebel beim EFSF

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    Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich zum Hebel beim Euro-Rettungsfonds EFSF bekannt, meldet dpa. Sie räumte am Mittwoch im Bundestag ein, dass damit ein zusätzliches Risiko für Deutschland verbunden sei.

    Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich zum Hebel beim Euro-Rettungsfonds EFSF bekannt, meldet dpa. Sie räumte am Mittwoch im Bundestag ein, dass damit ein zusätzliches Risiko für Deutschland verbunden sei.

    Wenige Stunden vor dem neuen Treffen der Staats- und Regierungschefs der EU in Brüssel unterstrich Merkel, dass es nicht vertretbar wäre, dieses Risiko nicht einzugehen. „Scheitert der Euro, scheitert Europa“, betonte die Kanzlerin erneut in einer Regierungserklärung. „Das darf nicht passieren.“

    Merkel versicherte im Bundestag, sie werde sich für tragfähige Lösungen einsetzen. Deutschland bestehe darauf, dass sich sein Anteil am EFSF in Höhe von 211 Milliarden Euro nicht erhöhen werde: „Dabei bleibt es.“ Auch komme eine Einbeziehung der Europäischen Zentralbank nicht infrage.

    Die Ursachen der gegenwärtigen schweren Krise lägen weit zurück, hob Merkel hervor. Jetzt habe die EU mit dem „jahrelangen Reformstau“ zu kämpfen. Dies könne „nicht über Nacht“ gelöst werden. Für die Zukunft müsse es eine größere Verantwortung der einzelnen Länder geben. Dazu müsse es eine zügige Änderung der Europäischen Verträge geben.

    Merkel erkannte die Bemühungen der Krisen-Länder und insbesondere Griechenlands an. Die Menschen dort hätten viel zu bewältigen: „Sie verdienen unseren Respekt.“ Griechenland stehe aber „erst am Anfang eines langen und schweren Weges“. (Quelle: dpa)

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