22:14 20 November 2017
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    Euro-Rettungsschirm auf eine Billion gehebelt

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    Der Euro-Rettungsfonds EFSF soll seine Mittel künftig auf bis zu eine Billion Euro aufstocken können. Darüber haben sich die Euro-Staaten in der Nacht zum Donnerstag in Brüssel verständigt.

    Der Euro-Rettungsfonds EFSF soll seine Mittel künftig auf bis zu eine Billion Euro aufstocken können. Darüber haben sich die Euro-Staaten in der Nacht zum Donnerstag in Brüssel verständigt.

    Wie die Nachrichtenagentur dpa meldet, kann der EFSF derzeit 440 Milliarden Euro an Krediten vergeben. Der Hebel für den Euro-Rettungsschirm ist allerdings auch mit einem erhöhten Verlustrisiko im Fall von Pleiten kriselnder Staaten verbunden. Es gehe darum, Anleihen von Staaten mit angeschlagener Kreditwürdigkeit - wie etwa Italien und Spanien - für Investoren wieder attraktiv zu machen, hieß es.

    Der EFSF kann außerdem das Risiko eines Zahlungsausfalls für Schuldtitel gefährdeter Euro-Staaten teilweise übernehmen. Er biete quasi eine Art Teilkaskoversicherung, wenn Schuldenstaaten neue Anleihen ausgeben, so die dpa.

    Diskutiert wird auch die Schaffung eines neuen Sondertopfs, an dem sich der Internationale Währungsfonds IWF beteiligt. Dieser Fonds investiert in Anleihen, die der EFSF ebenfalls zum Teil absichert. Dabei könnten ausländische Investoren wie Staatsfonds aus China mitmachen, hieß es.

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