01:00 25 November 2017
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    Kreml-Wirtschaftsberater äußert Genugtuung über Beschlüsse des EU-Krisengipfels - MEHR

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    Als ausreichend hat Arkadi Dworkowitsch, der Wirtschaftsberater des russischen Präsidenten, die in der Nacht zum Donnerstag getroffenen Beschlüsse der EU-Spitzenpolitiker bewertet.

    Als ausreichend hat Arkadi Dworkowitsch, der Wirtschaftsberater des russischen Präsidenten, die in der Nacht zum Donnerstag getroffenen Beschlüsse der EU-Spitzenpolitiker bewertet.

    „Hier gibt es Grund für vorsichtigen Optimismus“, sagte er am Donnerstag bei der Konferenz Russian Money Market in Moskau. „Die Märkte müssten durchaus adäquat darauf reagieren und diese Beschlüsse als für die jetzige Etappe ausreichend betrachten.“

    „Ich hoffe stark, dass sich radikale zusätzliche Beschlüsse erübrigen werden“, so Dworkowitsch. „Immerhin werden große Summen für eine Stabilisierung der Situation bereitgestellt. Wie ich denke, werden die meisten Marktteilnehmer diese Beschlüsse als solche betrachten, die Möglichkeiten für Fortschritte in den nächsten Monaten eröffnen.“

    Der Experte äußerte seine persönliche Genugtuung über die getroffenen Beschlüsse, weil „diese Frage nun beim G20-Gipfel nicht allzu lange diskutiert werden wird, sodass die Spitzenpolitiker ihre Zeit der Erörterung anderer Fragen der Tagesordnung widmen können“.

    Darauf angesprochen, ob Russland an den Stabilisierungsprozessen teilnehmen wird, erwiderte Dworkowitsch, Russland habe seine Haltung mit den anderen BRICS-Ländern koordiniert. „Wir sind bereit, uns an den Stabilisierungsmechanismen zu beteiligen, in erster Linie über den IWF“, sagte er. „Das machen wir bereits jetzt und sind bereit, diese Bemühungen notfalls zu verstärken. Wir sind der Auffassung, dass dabei die Beschlüsse nicht aufgeschoben werden sollten, die in Bezug auf die Umverteilung der IWF-Quoten angenommen worden sind. Die Aufstockung des IWF-Kapitals und dementsprechend unserer Beiträge muss mit der Umverteilung der IWF-Anteile und einer Verstärkung der Rolle der Entwicklungsländer und der BRICS-Länder bei der Beschlussfassung innerhalb des IWF einhergehen.“

    Wenn konkret von der russischen Seite Unterstützung erforderlich werde, sei Moskau bereit, diese Frage zu prüfen. „Vorerst gibt es bei uns noch keine konkreten Beschlüsse dazu“, so Dworkowitsch.