03:02 24 November 2017
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    China könnte sich an Euro-Rettungsfonds beteiligen – belgischer Finanzminister

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    Eine Teilnahme Chinas am Euro-Rettungsfonds EFSF ist nicht ausgeschlossen, bestätigte am Donnerstag auch der belgische Finanzminister Didier Reynders.

    Eine Teilnahme Chinas am Euro-Rettungsfonds EFSF ist nicht ausgeschlossen, bestätigte am Donnerstag auch der belgische Finanzminister Didier Reynders.

    „Es wurde bereits Kontakt mit den chinesischen Behörden hergestellt“, sagte Reynders im Interview mit dem Radiosender Twizz Radio.

    Am Mittwoch hatten die Spekulationen über eine mögliche Teilnahme Chinas am Euro-Rettungsschirm, die der AFP zufolge in diplomatischen Kreisen laut wurden, die Börsen in Aufregung versetzt.

    Wie Medien zuvor berichtet hatten, haben die Spitzen der Euro-Länder bei der Diskussion über die Umsetzung der Finanzhilfe für die problematischen Länder der Region – Griechenland, Portugal, Irland und womöglich auch Spanien und Italien – auch Investitionsspritzen von außen ins Auge gefasst, und zwar konkret eine Beteiligung der BRIC-Länder (Brasilien, Russland, Indien und China) am EFSF.

    Dem belgischen Finanzminister zufolge werde die Teilnahme von China an der Stabilisierung der Eurozone nicht unbelohnt bleiben – wie auch der IWF würde das Land Prozente erhalten.

    Reynders zufolge ist es am Euro-Gipfel gelungen, den griechischen „Brand zu löschen“,  Athen, der EU und dem Banksektor stehe aber noch viel Arbeit bevor, um die finanzwirtschaftliche Lage in Griechenland in den Griff zu bekommen.

    „Wir müssen bis 2020 eine Verringerung der Schulden Griechenlands auf 120 Prozent des BIP erreichen“, so der belgische Minister.

    Die Staatschefs der Eurozone hatten sich in ihrer Mittwochssitzung in Brüssel auf eine Erhöhung des EFSF auf bis zu einer Billion Euro  geeinigt. Zusätzlich werden den Griechen 50 Prozent der Staatschulden erlassen – und als „Bonus“ bekommt Hellas weitere Kredite von EU und IWF in Höhe von 100 Milliarden Euro. Außerdem soll das Kapital der größten EU-Banken erhöht werden.

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