05:26 21 November 2017
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    Mi-28N und Bulawa: Aus Misserfolgen lernen - „Nesawissimaja Gaseta“

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    In der vergangenen Woche gab es für die russischen Rüstungshersteller eine positive und eine negative Nachricht, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Montag.

    In der vergangenen Woche gab es für die russischen Rüstungshersteller eine positive und eine negative Nachricht, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Montag.

    Bei einer Ausschreibung der indischen Luftwaffe ging der russische Mi-28N (“Nachtjäger“)
    leer aus. Indien gab dem US-Kampfhubschrauber AH-64 Apache den Vorzug.

    Die Entscheidung wurde nach der Auswertung der Tests getroffen, die Ende des vergangenen Jahres stattgefunden hatten. Laut der indischen Seite haben „sich beide Maschinen zwar ausgezeichnet verhalten, die US-Maschine war aber bei den Schlüsseleigenschaften wie erhöhte Möglichkeiten und Allwettereinsatzfähigkeit überlegen“.

    Branchenkenner wissen genau, dass die Mi-28N-Maschine sowohl über erhöhte Möglichkeiten verfügt als auch bei jedem Wetter einsatzbereit ist. Allerdings hat der russische Hubschrauber Nachteile beim Radar. Außerdem genüge der „Nachtjäger“ nahezu 20 Anforderungen nicht, hieß es aus Indien.

    Die zweite Nachricht stimmt hingegen optimistisch. Am Freitag ist der dritte Start der seegestützten Interkontinentalrakete Bulawa vom Atom-U-Boot „Juri Dolgorukij“ in diesem Jahr erfolgreich verlaufen. Laut dem russischen Verteidigungsministerium haben alle Gefechtsköpfe ihre Ziele erreicht.

    Was haben diese zwei Ereignisse gemeinsam? In beiden Fällen handelt es sich um Misserfolge, die zunächst die Bulawa-Rakete und später den Mi-28N-Hubschrauber betroffen haben. Doch die Probleme sind unterschiedlich gelagert. Der Entwickler der Bulawa-Rakete (Moskauer Institut für Wärmetechnik) war heftig kritisiert worden, dass er zuvor noch nie eine seegestützte Rakete gebaut habe. Zudem soll der auf seegestützte Raketen spezialisierte Hersteller Makejew hintergangen worden sein.

    Sieben der insgesamt 17 Starts der Bulawa-Rakete sind gescheitert. Es ist durchaus möglich, dass die Bulawa-Raketen und ihre Träger, die U-Boote  „Juri Dolgoruki“ und „Alexander Newski“ zu Beginn des kommenden Jahres in Dienst genommen werden. Die Misserfolge sind nicht verwunderlich. Die legendären sowjetischen Raketensysteme „Stilet“ und „Wojewoda“ haben erst nach 20 bis 30 Starts ihre volle Funktionstüchtigkeit erreicht.

    Dasselbe betrifft den Mi-28N-Hubschrauber. Nach dem Scheitern bei der Ausschreibung werden die Entwickler die Kritikpunkte der Inder berücksichtigen und die Mängel beseitigen. Es wird noch mehrere Ausschreibungen geben. Es besteht die Hoffnung, dass der schwere Transporthubschrauber Mi-26T2 und der leichte Mehrzweck-Helikopter Ka-226T den Misserfolg des Mi-28-N kompensieren werden.

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