06:51 25 November 2017
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    Russlands Zentralbank registriert zunehmende Kapitalflucht

    © Sputnik/ Ruslan Krivobok
    Wirtschaft
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    Die russische Zentralbank korrigiert ihre Prognose der Kapitalflucht aus Russland für 2011 von 36 auf 70 Milliarden US-Dollar.

    Die russische Zentralbank korrigiert ihre Prognose der Kapitalflucht aus Russland für 2011 von 36 auf 70 Milliarden US-Dollar.

    Das geht aus einem präzisierten Entwurf der Hauptrichtungen der Geld- und Kreditpolitik der Zentralbank hervor, der am Dienstag in die Staatsduma (russisches Parlamentsunterhaus) eingebracht wurde.

    Nach Angaben der Zentralbank bleiben die Währungsreserven stabil und sollen innerhalb dieses Jahres um 22,7 Milliarden Dollar steigen.
     
    Die Kapitalanwanderung betrug in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres 49,4 Milliarden Dollar gegenüber 14,3 Milliarden Dollar im Vergleichzeitraum 2010.

    Die beschleunigte Kapitalabwanderung sei auf eine Veränderung von Stimmungen der ausländischen Investoren vor dem Hintergrund einer gestiegenen Instabilität auf den internationalen Finanzmärkten zurückzuführen, heißt es im Dokument. Darüber hinaus erwiesen sich die Investitionen in die ausländischen Aktiva für die einheimischen Investoren angesichts eines ungünstigen Investitionsklimas in der russischen Wirtschaft als attraktiver. 

    Anfang Oktober hatten die Zentralbank und das Wirtschaftsministerium einen Kapitalabfluss von 50 Milliarden Dollar für 2011 prognostiziert.

    Laut den korrigierten Angaben der russischen Zentralbank betrug der Kapitalabfluss aus Russland im vorigen Jahr 33,6 Milliarden US-Dollar.

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