05:54 26 April 2018
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    Unruhen in Kairo für ägyptische Tourismusbranche vernichtend

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    Politische Krise in Ägypten (271)
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    Die Protestaktionen auf dem Tahrir-Platz in der ägyptischen Hauptstadt Kairo sind laut Ilhami Al-Zayat, Vorsitzender der ägyptischen Tourismuskammer, für die Tourismusbranche in Ägypten vernichtend.

    Die Protestaktionen auf dem Tahrir-Platz in der ägyptischen Hauptstadt Kairo sind laut Ilhami Al-Zayat, Vorsitzender der ägyptischen Tourismuskammer, für die Tourismusbranche in Ägypten vernichtend.

    „Ich kann dem Minister für Tourismus nicht zustimmen, der sagte, dass die Ereignisse auf dem Tahrir-Platz dem Tourismus des Landes keinen Schaden zufügen“, zitiert die arabische Zeitung Ahram Online den Beamten.

    Al-Zayat sagte der Zeitung, dass er während seines jüngsten Aufenthaltes in den USA selbst gesehen habe, wie Touristen ihre Reiseschecks für Ägypten, vor allem nach Kairo, Luxor und Asuan, zurückgeben. Er warf der ägyptischen Regierung vor, dass sie die Tourismusbranche nicht unterstützt habe.

    Die arabische Online-Zeitung verwies auch auf Aussagen einiger Hotelbesitzer in Kairo, wonach die Hotelplätze zu höchstens 15 Prozent belegt sind und den Großteil der Hotelgäste Journalisten und TV-Reporter bilden, die nach Kairo gekommen sind, um über die politische Situation in Ägypten, vor allem über die Proteste auf dem Tahrir-Platz und die bevorstehende Parlamentswahl zu berichten.

    In Kairo und in einigen anderen ägyptischen Städten war es seit dem 19. November zu den erbittertsten und blutigsten Zusammenstößen seit dem Volksaufstand am 25. Januar 2011 zwischen Gegnern und Anhängern des regierenden Militärrates gekommen. Tausende Demonstranten hatten die baldigste Übergabe der Macht des Militärs an eine Zivilführung und die Bildung einer Regierung der nationalen Rettung gefordert. Der Militärrat regiert das Land seit dem Rücktritt von Präsident Hosni Mubarak am 11. Februar.

    Laut präzisierten Angaben des ägyptischen Gesundheitsministeriums sind in den vergangenen sechs Tagen bei den Zusammenstößen zwischen Protestteilnehmern und Polizisten in Kairo und in anderen ägyptischen Städten 41 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 4000 verletzt worden. 121 Verletzte befinden sich in Krankenhäusern, einige davon in einem schweren Gesundheitszustand.

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