04:34 22 September 2017
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    „Rossijskaja Gaseta“: Westliche Experten erwarten beachtliches Wachstum in Russland

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    In 20 Jahren kann Russland in Bezug auf den BIP-Umfang Frankreich, Großbritannien und Deutschland überholen und einen EU-Beitritt beantragen. Diese Prognose wagt der namhafte Wirtschaftsexperte Jim O’Neill, der den Begriff BRIC (Brasilien, Russland, Indien und China) in Umlauf gesetzt hat, schreibt die Tageszeitung „Rossijskaja Gaseta“ am Donnerstag.

     In 20 Jahren kann Russland in Bezug auf den BIP-Umfang Frankreich, Großbritannien und Deutschland überholen und einen EU-Beitritt beantragen. Diese Prognose wagt der namhafte Wirtschaftsexperte Jim O’Neill, der den Begriff BRIC (Brasilien, Russland, Indien und China) in Umlauf gesetzt hat, schreibt die Tageszeitung „Rossijskaja Gaseta“ am Donnerstag.

    Bereits 2012 sei in Russland laut Schätzungen mehrerer ausländischer Bankanalysten im Unterschied zu den meisten anderen Staaten ein überaus hohes Wirtschaftswachstum zu erwarten. „Vor dem Hintergrund der katastrophalen Prognosen für die Eurozone ist das für das Image unseres Landes einträglich“, stellt das Blatt fest. Russische Experten teilen allerdings nicht alle rosigen Hoffnungen, hieß es.

    Laut der US-Bank Morgan Stanley kann Russland 2012 das einzige Land in Zentral- und Osteuropa sein, das ein Wirtschaftswachstum aufweisen würde. „In diesem Jahr wird unsere Wirtschaft um 4,5 Prozent und im nächsten Jahr um fünf Prozent wachsen, stellten Experten fest.“

    „Wir erwarten, dass die Staatsausgaben im vierten Quartal 2011 und im ersten Quartal 2012 wie auch eine Zunahme von Privatinvestitionen nach den Wahlen das Wachstum vor dem Hintergrund der vorhandenen Reservekapazitäten anspornen werden“, stellen US-Bankleute fest. Sie erwarten auch einen weiteren Rückgang der Jahresinflation in Russland im nächsten Jahr auf 6,4 Prozent.

    Die offiziellen Prognosen der russischen Regierung wirken da etwas bescheidener: Wirtschaftsministerin Elwira Nabiullina teilte dieser Tage mit, Russlands Wirtschaft werde 2011 lediglich um 4,2 Prozent und 2012 nur noch um 3,7 Prozent wachsen.