04:09 20 Oktober 2018
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    Eurogruppenchef Juncker kritisiert mögliche Rating-Herabstufungen als überzogen

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    Weltweite Finanzkrise (425)
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    Der Chef der Eurogruppe, Jean-Claude Juncker, hat die drohenden Herabstufungen der Euroländer durch die US-Ratingagentur Standard & Poor's scharf kritisiert.

    Der Chef der Eurogruppe, Jean-Claude Juncker, hat die drohenden Herabstufungen der Euroländer durch die US-Ratingagentur Standard & Poor's scharf kritisiert.

    Nahezu alle Eurostaaten mit einem negativen Ausblick zu versehen, sei eine unfaire und komplett exzessive Entscheidung, sagte der luxemburgische Regierungschef am Dienstag dem Deutschlandfunk.

    Angesichts der wachsenden Schuldenprobleme hat S&P am Dienstag die Kreditwürdigkeit von 15 Staaten der Eurozone unter Beobachtung gestellt. Unter anderem wackelt die „AAA“-Topbonitätsnote von Deutschland und Frankreich.

    Bundeskanzlerin Angela Merkel bekräftigte demnach den Willen zu einem grundlegenden Umbau der Währungsunion. „Wir werden am Donnerstag und Freitag die Entscheidungen treffen, die wir für die Euro-Zone für wichtig und unabdingbar halten“, zitiert die Nachrichtenagentur dpa ihre Worte am Dienstag. Damit werde ein Beitrag zur Stabilisierung der Euro-Zone geleistet und Vertrauen gewonnen.

    Am Montag haben sich Merkel und Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy vor dem EU-Gipfel Ende der Woche auf gemeinsame Vorschläge zur Euro-Rettung verständigt. Unter anderem wollen die beiden größten Euro-Volkswirtschaften den EU-Vertrag ändern. Dabei geht es um verschärfte Haushaltskontrollen, automatische Sanktionen und nationale Schuldenbremsen, so die dpa.

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