20:07 17 Februar 2018
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    Ägypten vermisst international versprochene Finanzspritzen - Ministerpräsident Gansuri

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    Politische Krise in Ägypten (271)
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    Ägypten hat nicht die Finanzhilfe bekommen, die die internationale Weltgemeinschaft nach den Massenprotesten und dem Sturz des Regimes von Hosni Mubarak dem nordafrikanischen Land versprochen hat.

    Ägypten hat nicht die Finanzhilfe bekommen, die die internationale Weltgemeinschaft nach den Massenprotesten und dem Sturz des Regimes von Hosni Mubarak dem nordafrikanischen Land versprochen hat.

    „Einige Arabische Länder haben 10,5 Milliarden US-Dollar als Hilfe und günstige Kredite versprochen, doch bei uns ist nur eine Milliarde angekommen“, sagte der ägyptische Ministerpräsident Kamal al-Gansuri am Donnerstag in Kairo. Auch die G8-Länder haben ihm zufolge bei einem der Gipfel 35 Milliarden Dollar an Finanzhilfe für die Länder des „arabischen Frühlings“, vor allem für Tunesien und Ägypten, versprochen.

    „Bislang wurde kein einziger Dollar von diesen Geldern nach Ägypten geschickt“, so Gansuri. Auch die von den USA zugesagten 2,5 Milliarden Dollar seien ausgeblieben.

    In den vergangenen Monaten büßte Ägypten wegen der instabilen Lage neun Milliarden Dollar sowie Auslandsinvestitionen ein. Die Gold- und Devisenreserven des Landes gehen seit Februar 2011 zurück, als Präsident Mubarak abgetreten ist und die Militärs an die Macht gekommen sind. Insgesamt hat die Staatsführung 16 der insgesamt 36 Milliarden an Währungsreserven ausgegeben.

    Die Einnahmen aus dem Tourismus gingen um einige Milliarden Dollar zurück, die Fabriken sind nur zu 50 Prozent ausgelastet. Die internationale Ratingagentur Standard & Poor's hat Ägyptens Bonität auf „B+“ mit negativem Ausblick gesenkt.

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