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    Gazprom plant noch 2012 Dealabschluss mit Indien und China

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    Die Energieholding Gazprom will laut dem Vizevorsitzenden des Gazprom-Vorstandes Alexander Medwedew noch in diesem Jahr mit Indien und China über russische Erdgaslieferungen übereinkommen.

    Die Energieholding Gazprom will laut dem Vizevorsitzenden des Gazprom-Vorstandes Alexander Medwedew noch in diesem Jahr mit Indien und China über russische Erdgaslieferungen übereinkommen.

    Wie Alexander Medwedew in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg in New York sagte, soll Gazprom 2012 einen Vertrag über Flüssiggaslieferungen nach Indien unterzeichnen. Der Gaspreis soll an den Erdölpreis angebunden werden.

    Auch hofft die russische Energieholding noch in diesem Jahr auch auf einen Deal mit China, obwohl der Gaspreis immer noch offen ist.

    „Der Ball ist auf ihrer Seite, die wachsende Wirtschaft Chinas wird das russische Erdgas brauchen. Ich hoffe, dass unsere Argumente bei den Verhandlungen überwiegen“, sagte Medwedew. Gazprom plane keine Subventionen für chinesische Konsumenten, fügte er an.

    Nach Medwedews Worten können die Erdgaslieferungen nach China vier Jahre nach der Vertragsunterzeichnung aufgenommen werden. Auch der russische Präsident Dmitri Medwedew hat im Dezember die Hoffnung geäußert, dass das russische Flüssiggas ab 2016 in Großpartien nach Indien geliefert werden kann. Dem Gazprom-Chef Alexej Miller zufolge will die Energieholding in ihren Exportplänen auch die zunehmende Erdgas-Nachfrage in Indien berücksichtigen.

    Nach Millers Angaben soll der Gasverbrauch in Indien 2020 um 70 Prozent im Vergleich zum heutigen Konsum steigen. 2009 und 2011 hatte der russische Energiekonzern insgesamt zehn Flüssiggas-Partien im Gesamtumfang von 0,65 Millionen Tonnen nach Indien geliefert.

    Im September 2010 hatten Moskau und Peking ein Dokument über die Hauptkonditionen für russische Erdgaslieferungen nach China unterzeichnet. In dem Dokument sind zwei Varianten für die Lieferungen - eine westliche und eine östliche - vorgesehen. Im ersten Fall handelt es sich um Energieressourcen Westsibiriens, im zweiten Fall - um Erdgasvorkommen Ostsibiriens, im Fernen Osten und am Festlandsockel der Insel Sachalin.

    Ende Januar 2012 sagte Alexej Miller, dass sein Unternehmen über die östliche Route vorwiegend Flüssiggas pumpen werde. Was die westliche Route betreffe, so komme es nur noch auf den Gaspreis an. Wie Alexander Medwedew in dieser Woche sagte, hofft Gazprom nach einer erfolgreichen Einführung der neuen Preisbildungsregel auf dem Innenmarkt, endlich mit China über den Gaspreis übereinzukommen.

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