22:13 17 Oktober 2018
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    Schuldentilgung: Russland will größeren Anteil an kirgisischem Rüstungsbetrieb

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    Russland fordert von Kirgistan die Übergabe von 75 Prozent der Aktien des Rüstungsbetriebes Dastan zur Tilgung einer 180-Millionen-US-Dollar Schuld, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Donnerstag.


    Russland fordert von Kirgistan die Übergabe von 75 Prozent  der Aktien des Rüstungsbetriebes Dastan zur Tilgung einer 180-Millionen-US-Dollar Schuld, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Donnerstag.

    „Wie eine Quelle der Zeitung in der russischen Regierung angab, hat Dastan seit 2009 durch den Verschleiß von Ausrüstungen an Wert verloren. Deshalb ist Russland schon nicht bereit, 180 Millionen US-Dollar Schuld auszubuchen. Nunmehr wird Bischkek vorgeschlagen, entweder eine geringere Summe der Schuld für denselben Umfang der kirgisischen Aktiva abzuschreiben oder 180 Millionen US-Dollar Schuld zu erlassen, aber den Anteil zu vergrößern, der an Russland übergeben wird“, heißt es in der Mitteilung.

    Dem kirgisischen Präsidenten Almasbek Atambajew zufolge haben die Seiten vor drei Jahren ein Schema vereinbart, wonach Kirgistan 48 Prozent der Aktien des Werkes und das Gebäude der russischen Handelsvertretung in Bischkek im Austausch gegen die Ausbuchung der kirgisischen Schuld an die russische Seite übergibt.

    Der kirgisische Staatschef besteht auf diesem Schema, hebt aber hervor, dass sein Land bereit sei, ein größeres Aktienpaket zu übergeben. Die fehlenden 27 Prozent müsse Russland jedoch zu einem realen Preis bezahlen.

    „Kirgistan besitzt insgesamt etwa 80 Prozent der Dastan-Aktien. Die restlichen 20 Prozent gehören verschiedenen Privatstrukturen“, präzisiert die Zeitung.

    Dastan war 1956 als das Werk für Physikgeräte gegründet worden. In der ganzen Geschichte seines Bestehens entwickelte Dastan eine Reihe von Mustern von Torpedowaffen, Dutzende verschiedene Arten von Zielsuchsystemen, kontaktlosen Zündern, Fernsteuerungssystemen und Kontroll- und Messgeräten dazu und lieferte diese an die Kriegsmarine der Ex-UdSSR.

    Am Mittwoch teilte der Chef des Föderalen Migrationsdienstes, Konstantin Romodanowski, mit, dass die russische Regierung das Abkommen zwischen Russland und Kirgistan über die vereinfachte Einbürgerung aufkündige. Dabei wies er in einem Gespräch mit Journalisten der Zeitung den Zusammenhang dieser Entscheidung mit Problemen mit Bischkek zurück.

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