12:18 15 November 2018
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    „Dritter Korridor“: Griechenland, Zypern und Israel wollen Alternative zu russischem Gas

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    Die Entdeckung von neuen großen Gasvorkommen im Ostmittelmeerraum kann eine neue Route der Energielieferungen nach Europa schaffen und eine Alternative zu den Gaslieferungen aus Russland und dem Kaspischen Raum bilden. Diese Ansicht äußerten die Energieminister Griechenlands, Israels und Zyperns auf einer Konferenz des britischen Wirtschaftsmagazins „Economist“, die am Mittwoch nahe Athen stattfand.

    Die Entdeckung von neuen großen Gasvorkommen im Ostmittelmeerraum kann eine neue Route der Energielieferungen nach Europa schaffen und eine Alternative zu den Gaslieferungen aus Russland und dem Kaspischen Raum bilden. Diese Ansicht äußerten die Energieminister Griechenlands, Israels und Zyperns auf einer Konferenz des britischen Wirtschaftsmagazins „Economist“, die am Mittwoch nahe Athen stattfand.

    Israel hatte vor kurzem bekanntgegeben, neue Vorkommen entdeckt zu haben. In einigen der Felder würden bis zu 470 Milliarden Kubikmeter Erdgas lagern. Auch Zypern entdeckte ein Vorkommen mit geschätzten Reserven von bis zu 220 Milliarden Kubikmeter Gas. Die Erschließung dieser Felder kann die Energie- und die geopolitische Lage der Region deutlich verändern.

    „Wir sprechen nun nicht nur von russischem und aserbaidschanischem Erdgas. In den kommenden Monaten und Jahren werden wir schon über einen dritten Korridor sprechen“, sagte der griechische Energieminister Giorgos Papakonstantinou. Dabei äußerte er die Hoffnung, dass neue Vorkommen auch in Griechenland entdeckt werden. Das griechische Gasunternehmen Depa habe bereits Forschungen zum Bau einer Gasleitung zwischen Zypern und Griechenland durchgeführt.

    „Gaslieferungen nach Europa sind die natürlichste Wahl“, sagte der israelische Energieminister Uzi Landau. „Die Achse Griechenland-Zypern-Israel, die wahrscheinlich auch andere Länder beinhalten wird, wird der Region einen Stabilitätsanker bescheren“.

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