00:34 16 Dezember 2017
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    Bulgarien will im Schwarzen Meer nach Erdgas suchen

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    Nach dem Verzicht auf das Atomprojekt in Belene will Bulgarien im Schwarzen Meer nach Gasvorkommen suchen, um sich aus der Abhängigkeit von russischen Lieferungen zu lösen.

    Nach dem Verzicht auf das Atomprojekt in Belene will Bulgarien im Schwarzen Meer nach Gasvorkommen suchen, um sich aus der Abhängigkeit von russischen Lieferungen zu lösen.

    Nach Angaben bulgarischer Medien ist bereits ein Wettbewerb ausgeschrieben, durch den entschieden werden soll, wer die Erkundung und den Abbau von Gasvorkommen in der bulgarischen Wirtschaftszone, die eine Fläche von 14 220 km2 hat, übernehmen soll.

    Nach Angaben der Zeitung Dnevnik hatte bereits der US-Energiekonzern Exxon Mobil Interesse für die Gasförderung am Festlandssockel des Schwarzen Meeres bekundet. 

    Im Februar hatte US-Außenministerin Hillary Clinton die bulgarische Regierung aufgefordert, die Abhängigkeit von den russischen Energielieferungen abzubauen. Die USA würden bei der Suche nach alternativen Lieferanten helfen, hatte sie versichert.

    Bulgarien, dessen Gasversorgung fast völlig von russischem Gas abhängt, hatte bereits der US-Firma Chevron eine Lizenz für die Förderung von Schiefergas erteilt. Auf Druck der Öffentlichkeit musste die Regierung in Sofia jedoch die Genehmigung zurückziehen.