18:54 20 Juni 2018
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    RWE: Zweckmäßigkeit der Nabucco-Beteiligung wird überprüft

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    Der deutsche Energiekonzern RWE will die Zweckmäßigkeit seiner Beteiligung am Gaspipeline-Projekt Nabucco überprüfen, berichtet das österreichische Magazin „Wirtschaftsblatt“ unter Berufung auf eine Erklärung des Konzerns vom Samstag.

    Der deutsche Energiekonzern RWE will die Zweckmäßigkeit seiner Beteiligung am Gaspipeline-Projekt Nabucco überprüfen, berichtet das österreichische Magazin „Wirtschaftsblatt“ unter Berufung auf eine Erklärung des Konzerns vom Samstag.

    "Angesichts veränderter Bedingungen durch die Planung neuer Pipeline-Projekte prüfen wir derzeit, ob unsere kommerziellen und strategischen Anforderungen an Nabucco weiter gewahrt werden",  heißt es in der Erklärung. "Wir sind weiter überzeugt, dass Nabucco in der ursprünglichen Form die beste Lösung für alle Stakeholder ist (Lieferanten, Kunden, Netzbetreiber).“

    Ende April hatte die ungarische Gesellschaft MOL ihre Bereitschaft bekundet, ihre Nabucco-Anteile zu verkaufen. Danach seien auch bei der RWE-Leitung Zweifel an der Zweckmäßigkeit einer Nabucco-Beteiligung aufgetaucht, berichtet das Nachrichtenmagazin „Spiegel“.

    Das Projekt Nabucco sieht den Gastransport aus dem Raum des Kaspischen Meeres nach Europa über Aserbaidschan, Georgien, die Türkei, Bulgarien, Ungarn, Rumänien und Österreich an Russland vorbei vor. Die geplante Jahresleistung des Gasrohrs beträgt 31 Milliarden Kubikmeter, was fünf Prozent des EU-Gasbedarfs im Jahre 2020 ausmachen soll. Am Nabucco-Projekt sind OMV (Österreich), MOL (Ungarn), Bulgargaz (Bulgarien), Transgaz (Rumänien), Botas (Türkei) und RWE (Deutschland) mit jeweils 16,67 Prozent beteiligt.

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