18:54 19 August 2017
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    Polnischer Gazprom-Partner bemüht sich um Rabatt bei Gastarif

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    Der polnische staatliche Energiekonzern Polskie Gornictwo Naftowe und Gazownictwo (PGNiG) will vom russischen Staatskonzern Gazprom einen 20-prozentigen Rabatt für Gaslieferungen aushandeln, berichtet die polnische Zeitung „Dziennik Gazeta Grawna“ unter Berufung auf eigene Quellen.

    Der polnische staatliche Energiekonzern Polskie Gornictwo Naftowe und Gazownictwo (PGNiG) will vom russischen Staatskonzern Gazprom einen 20-prozentigen Rabatt für Gaslieferungen aushandeln, berichtet die polnische Zeitung „Dziennik Gazeta Grawna“ unter Berufung auf eigene Quellen.

    Der aktuelle Gaspreis ist vertragsgemäß an die internationalen Öl-Börsenpreise gebunden. Die Polen zahlen dabei durchschnittlich rund 550 Dollar für 1000 Kubikmeter Gas, während der Tarif für die anderen europäischen Gasabnehmer ca. 450 Dollar beträgt, stellt das Blatt fest.

    Im Herbst 2011 hatte PGNiG eine Klage beim Stockholmer Schiedsgericht eingereicht. Gleichzeitig setzte das polnische Unternehmen seine Verhandlungen mit Gazprom fort.

    Im Juni hatte der polnische Vizepremier Waldemar Pawlak gesagt, Polen will einen solchen Preis akzeptieren, der zumindest symbolisch „einen halben Dollar niedriger“ sei als der russische Gaspreis für Deutschland.

    Die jährlichen russischen Gaslieferungen an Polen liegen bei zehn Milliarden Kubikmeter, was rund 70 Prozent des Bedarfs des Landes deckt.

    Gleichzeitig initiierte PGNiG die Gründung eines Konsortiums zur Erschließung von Schiefergas-Vorkommen in Polen. Ausgehend von den gewonnenen Angaben, will der polnische Staatskonzern bei der Schließung eines neuen langjährigen Vertrags mit Gazprom einen günstigeren Tarif aushandeln. Der jetzige Vertrag läuft 2022 ab.

    Bis 2019 „müssen wir ein klares Bild davon haben, wie viel Gas wir selbständig fördern können“, zitiert die Zeitung einen dem polnischen Unternehmen nahe stehenden Sprecher.

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