20:30 22 August 2017
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    Gazprom bis 2015 Sponsor der Uefa-Königsklasse

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    Gazprom will im Herbst bei der UEFA als Sponsor einsteigen. Der russische Gasriese plant bereits Werbespots für die Champions League und den Super Cup bis 2015.

    Gazprom will im Herbst bei der UEFA als Sponsor einsteigen. Der russische Gasriese plant bereits Werbespots für die Champions League und den Super Cup bis 2015.

    Gazprom sucht Medien zufolge auf seiner Unternehmenswebseite bereits nach einer Agentur für Werbevideos. Der Auftragnehmer soll ein Konzept entwickeln und ein 30 Sekunden langes Video in englischer und russischer Sprache, vielleicht mit Prominenten, und eine Kurzversion (zehn und fünf Sekunden) drehen. Zudem soll das Layout für die Druck- und Bannerwerbung konzipiert werden. Gazprom will in den kommenden drei Spielzeiten die Champions League, den Super Cup und das Champions-League-Finale der Frauen mitsponsern. Mit seinem Werbefeldzug im Fußball erhoffe sich Gazprom als einer der größten Energiekonzerne ein besseres soziales Image in Europa, hieß es. Welche Agentur den Zuschlag bekommt, soll am 15. August bekanntgegeben werden. Am 20. November soll der Vertrag in Kraft treten.

    Das voraussichtliche Honorar des Auftragnehmers liegt bei 30 Prozent von der Vertragssumme.

    Laut einem Vertreter des Fußballverbandes hat Gazprom mit der UEFA bislang noch keinen  Sponsorenvertrag abgeschlossen. Die UEFA nimmt grundsätzlich keine Stellung zu Verhandlungen mit Sponsoren. Der Pressedienst von Gazprom gab ebenfalls keine Kommentare.

    Wenn ein Sponsor nach Werbeagenturen suche, sei er sich sicher, dass der Deal zustande komme, heißt es in der russischen Werbebranche.

    Laut Quellen in Werbeagenturen handelt es sich um einen Vertrag für mehrere hunderttausend Dollar — mit Prominenten könnten die Kosten steigen. Dabei handelt es sich jedoch nur um einen geringen Teil der Gesamtausgaben für die Werbekampagne.

    In der Saison 2010/11 verbuchte die Uefa einen Umsatz von 1,38 Milliarden Euro, von denen mehr als 1,14 Milliarden Euro auf die Champions League entfielen. Die Sponsorenverträge brachten 259,9 Millionen Euro ein. Ein Sponsorenvertrag für die Champions League koste etwa 40 Millionen Euro im Jahr, so Dmitri Nawoscha vom russischen Portal „sports.ru“.

    Gazprom-Chef Alexej Miller hatte vor einem Monat angekündigt, dass der Konzern einen Champions-League-Sponsor ersetzen werde.

    Laut Dmitri Burenko, Geschäftsführer der Werbeagentur BBDO Moscow, ist die Champions League der renommierteste europäische Wettbewerb unter den Fußballklubs. Dessen Sponsor zu werden, sei ein guter Schritt für Gazprom, betonte der Experte.

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