21:58 26 September 2017
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    Premier Monti: Italien braucht keine Finanzhilfen

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    Italien braucht laut Premierminister Mario Monti keine äußeren Finanzhilfen, um die komplizierte wirtschaftliche Situation zu meistern.

    Italien braucht laut Premierminister Mario Monti keine äußeren Finanzhilfen, um die komplizierte wirtschaftliche Situation zu meistern.

    „Glücklicherweise sind wir nicht in derselben Lage wie Griechenland, Irland und Portugal“, sagte Monti am Mittwoch, nach seinem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel.

    Italien sei es gelungen, sich am Rande des Abgrunds zu halten, und jetzt sei es an der Zeit, durch die Kürzung von Ausgaben im Staatssektor konstruktiv vorzugehen.

    Merkel verwies ihrerseits darauf, dass die Deutschen auch Probleme haben, wenn sich Deutschlands Nachbarn in einer schwierigen Lage befinden.

    Die Bundeskanzlerin betonte, dass eine positive Entwicklung in allen Ländern im Interesse Deutschlands liege. Sonst werde Deutschland sein Gedeihen nicht bewahren können. Man müsse gemeinsam an Lösungen arbeiten, räumte sie ein.

    Am Vortag des Treffens zwischen Merkel und Monti hatte die EU-Kommission mitgeteilt, dass Italien, eines der Top-5 Euro-Länder nach dem BIP-Umfang und zugleich nach der Höhe der Staatsverschuldung, ernste makroökonomische Ungleichgewichte aufweise, die zwar nicht übermäßig seien, jedoch eines Eingreifens bedürfen.

    Laut der EU-Kommission verdient der Export besondere Aufmerksamkeit, da Italien seit dem Beitritt zur Euro-Zone kontinuierlich seine Konkurrenzfähigkeit am Außenmarkt verliert. Die EU-Kommission verwies auch auf eine zu hohe Staatsverschuldung. Eine der ersten Prioritäten der Wirtschaftspolitik sei deshalb eine Steigerung des Potentials zum höheren BIP-Wachstum, hieß es.

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