14:49 23 September 2017
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    Kiew rechnet mit europäischen Krediten für Energiesektor und AKW-Sicherheit

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    Kiew hofft auf Abkommen mit europäischen Banken über die Finanzierung der Modernisierung des ukrainischen Pipelinenetzes und Kredite für Projekte zur Steigerung der Sicherheit der Atomkraftwerke des Landes. Das teilte der ukrainische Energieminister Juri Boiko am Montag in Kiew nach seinem Treffen mit EU-Energiekommissar Günther Oettinger am Freitag in Brüssel mit.

    Kiew hofft auf Abkommen mit europäischen Banken über die Finanzierung der Modernisierung des ukrainischen Pipelinenetzes und Kredite für Projekte zur Steigerung der Sicherheit der Atomkraftwerke des Landes. Das teilte der ukrainische Energieminister Juri Boiko am Montag in Kiew nach seinem Treffen mit EU-Energiekommissar Günther Oettinger am Freitag in Brüssel mit. 
     
    „Wir haben einen großen Kreis von Fragen, vor allem Fragen der Finanzierung bzw. von Investitionen in unsere Energiebranche, erörtert“, so Boiko. Ihm zufolge wird am Montag ein Abkommen unterzeichnet, dem weitere Vereinbarungen über die Finanzierung des ukrainischen Gastransportnetzes und der ukrainischen Projekte zur Erhöhung der Sicherheit der AKWs folgen sollen.
     
    Im Mittelpunkt des Gesprächs mit Oettinger standen mögliche Finanzspritzen europäischer Geldinstitute für die ukrainische Brennstoff- und Energiesphäre. Es ging auch um die Modernisierung des ukrainischen Gastransportnetzes, dessen Wintervorbereitung, die Perspektiven der gegenläufigen Nutzung der Pipelines für Gaslieferungen aus den EU-Mitgliedsländern in die Ukraine sowie um den Abschluss von Abkommen zur Mobilisierung von Finanzmitteln für die Erhöhung der Sicherheit der ukrainischen Atomkraftwerke.
     
    Die Ukraine hat mit der Europäischen Investitionsbank einen Kredit von 200 Millionen Euro für Projekte zur Modernisierung der ukrainischen Wasserkraftwerke vereinbart, teilte Boiko weiters mit. 
     
    Kiew plant, Investitionen von insgesamt 5,3 Milliarden US-Dollar für die Modernisierung ihres Gastransportnetzes zu mobilisieren. Die Ukraine hat bereits mit dem Umbau der Pipeline Urengoi-Pomatry-Uschgorod begonnen. Die Kosten sollen 538,87 Millionen US-Dollar betragen. 230,87 Millionen US-Dollar davon soll die Ukraine aus eigenen Mitteln bezahlen. 
     
    Die Ukraine will zusammen mit der EU ihr Gastransportsystem modernisieren und dadurch auch seine Kapazität erhöhen. Gleichzeitig will Kiew Moskau dazu bewegen, auf den Bau der Gaspipeline South Stream zu verzichten, die ab 2015 russisches Gas durch das Schwarze Meer nach Südeuropa bringen soll.

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