02:15 26 September 2017
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    Prognose: Getreideertrag in Russland wird 2012 um ein Viertel schrumpfen (Zusammenfassung)

    © Sputnik/ Sergey Venyavski
    Wirtschaft
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    Der Brutto-Getreideertrag in Russland wird in diesem Jahr gegenüber 2011 voraussichtlich um 28 Prozent auf rund 68 Millionen Tonnen schrumpfen.

    Der Brutto-Getreideertrag in Russland wird in diesem Jahr gegenüber 2011 voraussichtlich um 28 Prozent auf rund 68 Millionen Tonnen schrumpfen.

    Diese Prognose gab der Präsident des Nationalen Verbandes der Getreideproduzenten Russlands, Pawel Skurichin, am Montag in Moskau. Im vergangenen Jahr hatte Russland nach Angaben des statistischen Amtes Rosstat 94,2 Millionen Tonnen Getreide netto eingefahren.

    Der Verband gibt die am meisten pessimistische Prognose an. Das Agrarministerium geht für dieses Jahr von einem Ertrag in Höhe von 72 Millionen bis 73 Millionen Tonnen, der Russische Getreide-Verband von 72 Millionen Tonnen und das Institut für die Konjunktur des Agrarmarktes von 69 Millionen Tonnen aus.

    "Aber auch solche niedrige Ernte wird es ermöglichen, den Inlandsbedarf an Getreide zu decken. Zudem wird die vorhandene Reserve es möglich machen, bis zu zwölf Millionen Tonnen Getreide zu exportieren", fuhr Skurichin fort. Dabei gebe es momentan keine objektiven Voraussetzungen für ein Ausfuhrverbot für Getreide.

    Nach dem Stand vom 20. September exportierte Russland seit Jahresbeginn 6,8 Millionen Tonnen Getreide. Größter Abnehmer bleibt weiterhin Ägypten mit 1,2 Millionen Tonnen Weizen, gefolgt von der Türkei (ebenfalls 1,2 Millionen Tonnen) und von Saudi-Arabien (0,5 Millionen Tonnen).

    Experten führen die schwachen Ertragsprognosen vor allem auf eine lang anhaltende Dürre vom vergangenen Sommer zurück. Nach Worten von Russlands Landwirtschaftsminister Nikolai Fjodorow hatten Agrarbetriebe in diesem Jahr landesweit wegen Dürre rund 14 Milliarden Rubel (346,3 Millionen Euro) verloren.

    "Die betroffenen Betriebe hatten einen Schaden von bis zu 45 Milliarden Rubel gemeldet", sagte der Minister am Montag in Moskau. "Aber diese Summe enthält den entgangenen Gewinn. Den direkten Schaden schätzten die Regionen auf rund 22 Milliarden Rubel." Fjodorow zufolge konnte bei einer Expertise ein Sachschaden in Höhe von nur 14 Milliarden Rubel nachgewiesen werden.

    Der föderale Haushalt sei auf derartige Anomalien gefasst. In der Regierung werde zurzeit die Möglichkeit geprüft, den betroffenen Regionen mit vergünstigten Krediten zu helfen. Zudem habe das Agrarministerium dem Kabinett bereits vorgeschlagen, den laufenden Haushalt mit dem Ziel zu korrigieren, (den betroffenen Betrieben) zusätzliche Mittel für den Erwerb von Futter, Dünger und Saatgut bereitzustellen, sagte Fjodorow.

    Der Minister erinnerte daran, dass der Getreideertrag in diesem Jahr laut Prognose seines Ministeriums etwa bei 73 Millionen Tonnen liegen wird. Die Menge und die vorhandenen Reserven reichten für die Deckung des Inlandsbedarfs und für den Export aus. Fjodorow zufolge wird Russland in dieser Wirtschaftssaison zwischen zehn Millionen und 14 Millionen Tonnen Getreide ausführen.

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