22:04 26 September 2017
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    Medwedew: Reformen eilen nicht

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    Das Weltwirtschaftsforum in Davos 2013 (16)
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    Der russische Premier Dmitri Medwedew hat die Ansprüche der Teilnehmer des Weltwirtschaftsforums in Davos nach schnelleren Reformen in Russland zurückgewiesen.

    Der russische Premier Dmitri Medwedew hat die Ansprüche der Teilnehmer des Weltwirtschaftsforums in Davos nach schnelleren Reformen in Russland zurückgewiesen.

    „Alle sprechen darüber, dass die Umgestaltungen schneller gehen können, und darüber, dass vielleicht härtere Reformen durchgeführt werden müssen. Das ist aber nur die Ansicht der Analysten, es gibt noch die praktische Politik, die Realpolitik. Sie hängt mit Interessen einer enormen Anzahl der Menschen, unseres ganzen Landes zusammen“, sagte Medwedew in einem Interview mit dem Fernsehsender NTW.

    Seinen Worten nach muss man bei der Durchführung der Reformen vor allem beachten, den „Burgfrieden nicht zu stören“ und keine unnötigen Wirtschaftsprobleme zu schaffen. Erst danach solle man sich über das möglichst hohe Tempo der Reformen Sorgen machen.

    „ Wir treffen Entscheidungen, die unsere Wirtschaft verdauen kann und die unsere Menschen akzeptieren können“, betonte der Regierungschef.

    Medwedew zufolge muss Russland nicht nur die staatliche Verwaltung verbessern, sondern auch die Konkurrenz entwickeln.

    „Wenn es Konkurrenz gibt, wird auch die staatliche Verwaltung besser und der Korruptionsfaktor viel geringer sein“, so Medwedew.

    Seiner Meinung nach sind die in Davos vorgelegten negativen Szenarios der Wirtschaftsentwicklung für die Regierung jedoch nützlich.

    „Aller Wahrscheinlichkeit nach ist es ihnen nicht vergönnt, in Erfüllung zu gehen, weil sie extrem sind. Aber sie geben uns einen guten Stoff zum Nachdenken, was wir nicht tun und wie wir nicht vorgehen dürfen“, sagte der russische Premier.

    Der russische Vizepremier Arkadi Dworkowitsch hatte am Mittwoch mitgeteilt, die Wirtschaftsreformen in Russland seien im Ergebnis der Krise, nicht wegen schlechter staatlicher Verwaltung gestoppt worden.

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