21:17 24 Februar 2018
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    Barroso stellt Ukraine vor die Wahl zwischen Zollunion und EU-Freihandelszone

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    EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso hat die Ukraine vor die Wahl zwischen der Zollunion (mit Russland, Weißrussland und Kasachstan) und der Freihandelszone mit der Europäischen Union gestellt.

    EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso hat die Ukraine vor die Wahl zwischen der Zollunion (mit Russland, Weißrussland und Kasachstan) und der Freihandelszone mit der Europäischen Union gestellt.

    "Die Ukraine kann nicht gleichzeitig Mitglied der Zollunion sein und eine Freihandelszone mit der EU haben. Das ist unmöglich", sagte Barroso am Montag in Brüssel zum Abschluss eines EU-Ukraine-Gipfels. Zugleich wies er darauf hin, dass "gewisse pragmatische Möglichkeiten für die Lösung des Problems" vorhanden sind. Die EU sei nicht gewillt, den Beziehungen zwischen der Ukraine und Russland im Wege zu stehen, sagte Barroso.

    Moskau hatte zuvor mehrmals erklärt, Russland werde seine Märkte schützen müssen, wenn die Ukraine und die EU eine Freihandelszone schaffen, und Kiew vorgeschlagen, der Zollunion beizutreten. "Der ökonomische Effekt durch die Integration wird deutlich größer sein als durch die Kooperation mit der EU", begründete Moskau das Angebot.

    Als Gegenleistung bot Russland der Ukraine unter anderem einen niedrigeren Gaspreis. Dennoch erklärte die Ukraine offiziell, dass sie keine Pläne für den Beitritt zur Zollunion hat. Zugleich möchte Kiew schrittweise in einzelne in der Zollunion gültige Regeln einsteigen, was Russland aber ablehnt.

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