15:52 18 Dezember 2017
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    Anti-Tabak-Gesetz senkt Tabakkonsum in Russland - vermutet Moody‘s

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    Das Rauchverbot in der Öffentlichkeit in Russland wird höchstwahrscheinlich zu einer Verringerung des Tabakkonsums in Russland führen, heißt in einer Mitteilung der Ratingagentur Moody’s am Donnerstag.

    Das Rauchverbot in der Öffentlichkeit in Russland wird höchstwahrscheinlich zu einer Verringerung des Tabakkonsums in Russland führen, heißt in einer Mitteilung der Ratingagentur Moody’s  am Donnerstag.

    Am Montag hatte Russlands Präsident Wladimir Putin das so genannte Anti-Tabak-Gesetz unterzeichnet, das das Rauchen in der Öffentlichkeit verbietet und die Tabakwerbung einschränkt.

    Der russische Zigarettenmarkt wird von internationalen Herstellern wie Japan Tobacco inc, Philip Morris International und British American Tobacco dominiert. Das einzige russische Unternehmen aus den Top 5 der weltweit größten Zigarettenhersteller ist das Unternehmen „Donskoi Tabak“. 90 Prozent des Einzelhandelsangebots machen jedoch internationale Marken aus.

    Die Agentur erwartet aber nicht, dass die geplanten Maßnahmen sich unverzüglich auf den Tabakmarkt und auf die positive Prognose für die europäische Tabakwirtschaft auswirken werden.

    Die wichtigsten Tabakproduzenten werden dank der geringen Preiselastizität ihrer Waren sowie der Zunahme des Zigarettenkonsums im größten Teil der Entwicklungsmärkte weiterhin gute Gewinne erwirtschaften. Dadurch wird der sinkende Absatz auf den reiferen Märkten ausgeglichen, so Moody’s.

    Nach Agenturangaben waren 2012 auf dem russischen Tabakmarkt 370 Milliarden Zigaretten verkauft worden. Russland ist nach China der zweitgrößte Zigarettenmarkt weltweit und liegt weit vor den USA mit 290 Milliarden abgesetzten Zigaretten im vorigen Jahr.

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