21:14 18 Dezember 2017
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    Georgiens Agrarminister gegen künstliche Hindernisse bei Wiederaufnahme von Handel mit Russland

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    Der Agrarminister der Kaukasusrepublik Georgien, David Kirwalidse, hat sich gegen die Schaffung künstlicher Hindernisse bei der Wiederherstellung der Handelsbeziehungen zu Russland ausgesprochen.

    Der Agrarminister der Kaukasusrepublik Georgien, David Kirwalidse, hat sich gegen die Schaffung künstlicher Hindernisse bei der Wiederherstellung der Handelsbeziehungen zu Russland ausgesprochen.

    "Fachleute der russischen Agraraufsichtsbehörde, die jetzt georgische Betriebe kontrollieren, dürfen bei ihrer Arbeit nicht gestört werden", sagte der Minister am Mittwoch in der Hauptstadt Tiflis. "Leider werden russische Experten dabei beleidigt. Es ist bedauerlich, dass Menschen, wegen deren Rhetorik der russische Markt für georgische Waren gesperrt worden war, heute in gleicher Weise fortfahren."

    Kirwalidse spielte auf die jüngsten Äußerungen von Präsident Michail Saakaschwili an, der am Vortag die Inspektion georgischer Betriebe durch die russische Agraraufsicht heftig kritisiert hatte. Es sei empörend, dass georgische Erzeugnisse von jemandem kontrolliert würden, sagte der Staatschef. Russlands oberster Amtsarzt Gennadi Onischtschenko erklärte dazu, die Inspektion könnte vorfristig abgeschlossen werden.

    Minister Kirwalidse teilte ferner mit, dass die russische Delegation am Freitag heimkehren soll. "Ich hoffe darauf, dass die Experten eine positive Einschätzung geben und die Lieferungen unserer Erzeugnisse (nach Russland) wiederaufgenommen werden", sagte er.

    Georgiens Wirtschaftsminister Georgi Kwirikaschwili zufolge wäre die Rückkehr georgischer Weine auf den russischen Markt eine Rettung für das Land. "Wir betrachten den russischen Markt als eine Expansionsmöglichkeit. Niemand wird darauf verzichten, ganz egal, welche Erklärungen er (Saakaschwili) denn auch abgeben wird. Die georgischen Winzer müssen ihren Wein verkaufen, am besten in Russland", betonte der Minister.

    Die russische Agraraufsicht hatte die Einfuhr von georgischen Weinen und Mineralwasser 2006 vor dem Hintergrund einer Zuspitzung der russisch-georgischen Beziehungen verboten. Als Grund wurde offiziell "mangelnde Qualität" genannt. Anfang 2013 erklärten Onischtschenko und der Chef der nationalen georgischen Wein-Agentur, Lewan Dawitaschwili, dass das Exportverbot bereits im Frühjahr aufgehoben werden könnte.

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