08:42 26 Februar 2017
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    Gazprom dementiert sein Angebot zur Bankenrettung auf Zypern

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    Einmal-Steuer-Entscheidung in Zypern (110)
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    Gazprom-Sprecher Sergej Kuprijanow hat die Berichte zurückgewiesen, denen zufolge die russische Energieholding den zyprischen Behörden finanzielle Unterstützung für den Bankensektor im Austausch gegen Lizenzen für die Gasförderung in der ausschließlichen Wirtschaftszone Zyperns angeboten habe.

    Gazprom-Sprecher Sergej Kuprijanow hat die Berichte zurückgewiesen, denen zufolge die russische Energieholding den zyprischen Behörden finanzielle Unterstützung für den Bankensektor im Austausch gegen Lizenzen für die Gasförderung in der ausschließlichen Wirtschaftszone Zyperns angeboten habe.

    Wie der zyprische Fernsehsender Sigma TV zuvor mitgeteilt hatte, habe die russische Seite dem zyprischen Präsidenten Nikos Anastasiadis einen diesbezüglichen Vorschlag unterbreitet. Eine finanzielle Unterstützung für die Geldinstitute Zyperns würde dem Land die Notwendigkeit ersparen, Finanzhilfen von Seiten internationaler Gläubiger unter harten Bedingungen in Anspruch zu nehmen, hieß es.

    Zypern hatte sich zuvor bereit erklärt, als Gegenleistung für finanzielle Hilfe der europäischen Partner alle Bankguthaben in Höhe von bis zu 100 000 Euro mit einer Steuer von 6,75 Prozent und alle höheren Einlagen mit einer 9,9-Prozent-Steuer zu belegen. Das zyprische Parlament soll am Montag über die umstrittene Einmal-Steuer abstimmen.

    Die EU-Gläubiger hatten das geplante Hilfspaket für Zypern in Höhe von 17 Milliarden Euro auf zehn Milliarden Euro reduziert – aus Angst, dass die Verschuldung bzw. die Zahlungsunfähigkeit des Inselstaates weiter zunehmen würde. Den Rest müsse Zypern aus eigener Kraft, durch eine Umstrukturierung der Bankeinlagen bezahlen, hieß es.

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