12:04 13 Dezember 2017
SNA Radio
    Wirtschaft

    Jekaterinburg bewirbt sich um EXPO-2020 - Dokumentation

    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    0 0 0

    Eine Kommission des Internationalen Ausstellungsbüros (BIE) hält sich seit Dienstag in Russland auf, um Möglichkeiten für die Durchführung der Weltausstellung EXPO-2020 in Jekaterinburg (Südural) zu prüfen.

    Eine Kommission des Internationalen Ausstellungsbüros (BIE) hält sich seit Dienstag in Russland auf, um Möglichkeiten für die Durchführung der Weltausstellung EXPO-2020 in Jekaterinburg (Südural) zu prüfen.   
     
    Russland hatte im Oktober 2012 die Durchführung der Messe EXPO-2020 in Jekaterinburg beantragt.  
     
    Zu den Bewerbern gehören auch Dubai (VAE), Izmir (Türkei), Ayutthaya (Thailand) und Sao Paolo (Brasilien). Über den Austragungsort der Weltausstellung soll Ende 2013 in einer Abstimmung bei der Generalversammlung des BIE entschieden werden. 
     
    Russland hat an der Mehrheit der internationalen EXPO-Messen, einschließlich der ersten  solchen Ausstellung 1851 in London, teilgenommen, ist jedoch nie Gastgeber gewesen. So verlor Moskau die Ausschreibung für die EXPO-2010 gegen Shanghai.
     
    Bei der Auswahl der Kandidatenstädte im November 2011 wurde von Russland Jekaterinburg präsentiert. Im Falle der Stattgabe des Antrags wird eine EXPO-Messe erstmals in Russland, an der Grenze zwischen Europa und Asien durchgeführt. 
     
    Jekaterinburg schlägt vor, die Messe vom 1. Mai bis 31. Oktober durchzuführen. Das Thema des russischen Antrages lautet „Globale Vernunft. Die Zukunft der Globalisierung und deren Einfluss auf  unsere Welt“. 
     
    Jekaterinburg ist die viertgrößte Stadt Russlands und die größte russische Stadt in Asien. Die Stadt hat bereits reiche Erfahrungen bei der Organisation von internationalen Treffen und Geschäftsforen auf hoher Ebene gesammelt. So fanden im Jahr 2009 ein BRIC-Gipfel und ein SOZ-Gipfel in Jekaterinburg statt. Im Jahr 2010 trafen sich der damalige russische Präsident Dmitri Medwedew und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel in dieser Stadt. In Jekaterinburg werden jedes Jahr mehr als 100 Geschäftsforen durchgeführt. Während der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 sollen dort einige Spiele ausgetragen werden. 
     
    Sollte Jekaterinburg die Ausschreibung gewinnen, soll die erforderliche  Infrastruktur vorwiegend mit staatlichen Investitionsgeldern finanziert werden. Es ist auch geplant, Privatinvestitionen in Höhe von zehn bis 15 Milliarden US-Dollar zu mobilisieren. 
    Die Stadt soll eine Fläche von insgesamt mehr als 400 Hektar für die Messe bereitstellen. Der Hauptpavillon soll 200 000 Quadratmeter einnehmen. 
     
    Es ist auch geplant, zwei Jahre vor der EXPO-2020, zur Fußball-WM 2018, die bestehenden Hotels zu modernisieren und neue Hotelanlagen internatonaler Klasse zu bauen. 
     
    Eckpunkte des Generalplanes für die EXPO-2020: 
     
    Bau eines EXPO-Dorfes - eines Wohnkomplexes auf 21 Hektar Fläche für die Messe-Teilnehmer;
     
    Bau des Ausstellungspavillons „Rossija“ und von fünf thematischen Pavillons mit einer Gesamtfläche von mehr als 90 000 Quadratmetern; 
     
    Einrichtung eines modernen Mehrzweck-Komplexes, der ein EXPO-Museum und eine EXPO-Arena für sportliche Wettkämpfe, Konzerte und sonstige Veranstaltungen umfasst.
     
    Der Bewerbungsantrag von Jekaterinburg wurde am 24. Januar 2013 im „Russischen Haus“ im Rahmen des Weltwirtschaftsforums in Davos präsentiert. Ein besonderer Akzent wurde auf das Investitionspotential der Region gelegt, wo bereits Boeing- und Siemens-Projekte umgesetzt werden.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren