08:41 21 August 2017
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    Gazprombank-Chef rettet vor Krisenausbruch in Zypern seinen Millionen-Deposit

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    Einmal-Steuer-Entscheidung in Zypern (110)
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    Der Vorstandsvorsitzende der russischen Gazprombank, Andrej Akimow, hat am 6. März, wenige Tage vor dem Ausbruch der Bankenkrise in Zypern, zwei Millionen Euro von der zyprischen Laiki Bank abgehoben und das betreffende Konto geschlossen, wie die britische Geschäftszeitung „Financial Times“ schreibt.

    Der Vorstandsvorsitzende der russischen Gazprombank, Andrej Akimow, hat am 6. März, wenige Tage vor dem Ausbruch der Bankenkrise in Zypern, zwei Millionen Euro von der zyprischen Laiki Bank abgehoben und das betreffende Konto geschlossen, wie die britische Geschäftszeitung „Financial Times“ schreibt.

    Das Blatt beruft sich dabei auf die Bankanleger-Liste, die die zyprische Zeitung „Haravgi“, das Presseorgan der oppositionellen Kommunistischen Partei Zyperns AKEl, veröffentlicht hat. Die Liste umfasst mehr als 100 Unternehmen und drei Privatanleger, die ihre Depositen von zyprischen Banken zurückbekommen hatten, bevor die zyprische Führung am 15. März der Erhebung einer einmaligen Abgabe auf alle Bankeinlagen zugestimmt hat und die Banken zeitweilig geschlossen wurden.

    Noch mehr Geld - rund 30 Millionen Euro - haben laut „Haravgi“ die Unternehmen zurückgeholt, die dem ukrainischen Geschäftsmann Rinat Achmetow unterstellt sind.

    Großanleger haben in den ersten zwei Märzwochen insgesamt rund 500 Millionen Euro von zyprischen Banken zurückbekommen. Dazu gehören Unternehmen, die sich im Besitz von Angehörigen des zyprischen Präsidenten Nikos Anastasiadis befinden. Sie sollen am 12. und 13. März Dutzende Millionen Euro von der Laiki Bank abgehoben haben.

    Anastasiadis forderte die Aufsichtsorgane auf, in erster Linie die Finanztransfers an die genannten Unternehmen zu prüfen, um zu beweisen, dass diese Anleger keine Verstöße begangen und keine Insider-Informationen für die Rettung ihre Depositen genutzt hatten.

    „Das Gerichtskomitee muss zuallererst alle Fakten prüfen, die mich selbst und meine Familienangehörigen sowie die Tätigkeit unseres juristischen Unternehmens betreffen“, so Anastasiadis.

    Das Komitee, das aus Richtern des Obersten Gerichts Zyperns besteht, soll dem Generalstaatsanwalt binnen drei Monaten einen Bericht über die Untersuchungsergebnisse vorlegen. „Financial Times“ schließt nicht aus, dass aufgrund des Berichtes Ermittlungen gegen mehrere Bankbesitzer, Anwälte und Buchhalter eingeleitet werden, die mit den eiligen Geldüberweisungen ins Ausland zu tun haben könnten.

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