15:10 22 August 2017
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    EBWE korrigiert Wachstumsprognose für Russland nach unten

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    Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) hat ihre Prognose für das BIP-Wachstum Russlands in diesem Jahr von 3,5 auf 1,8 Prozent nach unten korrigiert.

    Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) hat ihre Prognose für das BIP-Wachstum Russlands in diesem Jahr von 3,5 auf 1,8 Prozent nach unten korrigiert.

    Im 1. Quartal 2013 ging das Wachstumstempo der russischen Wirtschaft von fünf im 1. Vierteljahr 2012 auf ein Prozent zurück, was auf die schwächere Nachfrage an den Außen- und den Inlandsmärkten sowie auf schwache Produktionszahlen zurückzuführen ist.

    Zugleich äußern EBWE-Analysten die Meinung, dass Maßnahmen zur Stimulierung der Wirtschaft ein dreiprozentiges BIP-Wachstum bereits im nächsten Jahr sicher könnten.

    „Diese Stimuli bergen allerdings ein Inflationsrisiko in sich und können an und für sich das Produktionspotential der Wirtschaft nicht steigern“, stellen die Experten fest.

    Sie verweisen auf die Notwendigkeit dringender Reformen im Interesse der Stimulierung des Wachstums und eines mittelfristigen Investitionszustroms. Dies lasse sich nur durch reale Maßnahmen zur Verbesserung des Investmentklimas durchsetzen. „Das Investitionsklima müsste berechenbarer und transparenter sein, darunter auch für ausländische Investoren“, betonen die Analysten.

    Das Wirtschaftsministerium Russlands hatte die BIP-Wachstumsprognose für 2012 bereits von 3,6 auf 2,4 nach unten korrigiert. Die Industrieproduktion soll laut der Prognose nur um zwei Prozent (die ursprüngliche Zahl: 3,6 Prozent) steigen. Minister Andrej Beloussow verwies auf das Risiko einer Rezession im Herbst, sollte der Staat keine Maßnahmen zur Stimulierung der Wirtschaft unternehmen.

    Präsident Wladimir Putin beauftragte seine Wirtschaftsberaterin Elwira Nabiullina, die im Juni die Leitung der Zentralbank Russlands übernimmt, und den Ersten Vizepremier Igor Schuwalow, bis zum 15. Juni Vorschläge zur Stimulierung des Wirtschaftswachstums zu konzipieren.

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