08:44 23 September 2018
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    Moody's setzt Chemiegiganten Uralkali auf CreditWatch-Liste

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    Dem russischen Chemiegiganten Uralkali droht eine Abstufung seiner Kreditwürdigkeit.

    Dem russischen Chemiegiganten Uralkali droht eine Abstufung seiner Kreditwürdigkeit.

    Die internationale Ratingagentur Moody's setzte Uralkali nach eigenen Angaben auf CreditWatch-Liste. Ihre Entscheidung führte die Agentur am Donnerstag darauf zurück, dass Uralkali Ende Juni dieses Jahres aus einer Vertriebsallianz mit Weißrussland ausgestiegen war. Dieser Schritt habe den globalen Markt für Kalidünger buchstäblich erschüttert, hieß es.

    Künftig sollten alle Exporte über die eigene Handelsgesellschaft und nicht mehr über die Weißrussische Kali-Gesellschaft (BKK) abgewickelt werden, hatte Uralkali am 30. Juli in Perm am Ural mitgeteilt. Bei der Kooperation mit den weißrussischen Partnern innerhalb des BKK-Verbundes sei es zu einer Blockade gekommen. Der Konkurrent Belaruskali habe Lieferungen außerhalb von BKK vorgenommen. Eine erneute Kooperation werde für die Zukunft aber nicht ausgeschlossen, hieß es.

    Laut Branchenkennern dürfte der Ausstieg aus der Exportkooperation den Wettbewerb in der Branche insgesamt erhöhen und somit den Druck auf die Preise verstärken. Der Kalipreis hatte sich zuletzt auf vergleichsweise niedrigem Niveau stabilisiert.

    Zuvor hatte die Bank of America Merrill Lynch Global Research (BofA-ML) den prognostischen Wert Globaler Hinterlegungsscheine (GDR) auf Uralkali-Aktien um 24 Prozent gesenkt - von 42 auf 32 US-Dollar pro Stück. Die Empfehlung für die Papiere sei von „buy“ auf „hold“ gesenkt worden. Die russische Investmentbank VTB Capital setzte den prognostischen Stückpreis für das Papier noch stärker herab - auf 28,5 Dollar.

    Uralkali ist einer der größten Kaliförderer weltweit mit einem Marktanteil von rund 20 Prozent. Der Konzern betreibt fünf Minen und beschäftigt 11 800 Mitarbeiter. Als wichtiger Markt gilt China. Uralkali plant, die Förderung von 10,5 Millionen Tonnen im laufenden Jahr auf 13 Millionen Tonnen 2014 zu erhöhen.

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