07:55 13 November 2018
SNA Radio
    Bohrinsel Astra im Kaspischen Meer

    China steigt in riesiges Ölprojekt Kaschagan in Kasachstan ein

    © Sputnik / Konstantin Garanin
    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    0 20

    Der staatliche chinesische Energieriese CNPC steigt nach Angaben von Chinas Staatschef Xi Jinping in das Ölprojekt Kaschagan im kasachischen Flachwasserbereich des Kaspischen Meeres ein.

    Der staatliche chinesische Energieriese CNPC steigt nach Angaben von Chinas Staatschef Xi Jinping in das Ölprojekt Kaschagan im kasachischen Flachwasserbereich des Kaspischen Meeres ein.

    "Unsere Beteiligung wurde am Samstag bei den Verhandlungen mit Kasachstans Präsident Nursultan Nasarbajew vereinbart", teilte Xi auf einer Pressekonferenz in der kasachischen Hauptstadt Astana mit.

    Im Juli hatte das kasachische Ölministerium den Gesellschafter ConocoPhillips, der seine Aktiva weltweit verkauft,  über die Absicht informiert, dessen Anteil von 8,4 Prozent zu übernehmen. Der Käufer war der kasachische Staatskonzern KazMunaiGaz (KMG). In einem Reuters-Interview teilte KMG-Chef Ljassat Kiinow mit, dass die CNPC für das Paket rund fünf Milliarden US-Dollar zahlen wird.

    Das Kaschagan-Feld wird von einem internationalen Konsortium erschlossen, zu dem auch Eni, KMG-Tochter KMG Kashagan B.V., Total, ExxonMobil und Royal Dutch Shell mit jeweils 16,81 Prozent der Anteile sowie Inpex mit 7,56 Prozent der Aktien gehören.

    KMG-Vorstandschef Sauat Mynbajew teilte auf der Pressekonferenz mit, dass mit der Ölförderung voraussichtlich an diesem Montag begonnen wird. Noch in diesem Jahr sollen in dem Feld bis zu drei Millionen Tonnen Rohöl gefördert werden.

    Die geologischen Reserven des Kaschagan-Feldes im nördlichen Teil des Kaspischen Meeres werden von Experten auf rund 38 Milliarden Barrel (je 159 Liter) bzw. fast fünf Milliarden Tonnen und die ausbringbaren Reserven auf zehn Milliarden Tonnen Öl geschätzt. Zudem werden in Kaschagan bis zu einer Billion Kubikmeter Gas vermutet.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren