01:52 14 November 2018
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    Experte: Ukraine droht Insolvenz im Fall der Unterzeichnung von Assoziierungsabkommen mit EU

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    Kiew setzt EU-Assoziierungsverhandlungen aus (285)
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    Die Ukraine wird nach der Unterzeichnung eines Assoziierungsabkommens mit der EU nach Ansicht eines angesehenen russischen Wirtschaftsexperten möglicherweise bankrott.

    Die Ukraine wird nach der Unterzeichnung eines Assoziierungsabkommens mit der EU nach Ansicht eines angesehenen russischen Wirtschaftsexperten möglicherweise bankrott.

    „Nach der Schaffung einer Freihandelszone zwischen der Ukraine und der EU wird das wachsende Defizit der Handelsbilanz die Währungsreserven der Ex-Sowjetrepublik in etwa einem halben Jahr schmelzen lassen und möglicherweise eine Insolvenz des Landes zur Folge haben.“ Das sagte Sergej Glasjew, Berater des russischen Präsidenten Wladimir Putin, am Samstag in Jalta auf der Krim auf dem Forum „Internationale Strategie von Jalta“.

    „Die eigenen Währungsreserven der Ukraine reichen etwa für sechs Monate. Für die Überwindung der Folgen der möglichen Insolvenz werden zwischen 25 Milliarden und 30 Milliarden Euro erforderlich sein. Wäre Europa bereit sein, diese finanzielle Verantwortung zu übernehmen?“ Zuvor hatte Glasjew mitgeteilt, dass die Freihandelszone zwischen Kiew und Brüssel die Außenhandelsbilanz der Ukraine deutlich verschlechtern wird. Das Handelsbilanzdefizit werde voraussichtlich auf etwa 15 Milliarden US-Dollar wachsen.

    Am vergangenen Mittwoch hatte die Regierung in Kiew den Entwurf eines Assoziierungsabkommens mit der EU gebilligt, das unter anderem die Gründung einer Freihandelszone vorsieht. Die Ukraine rechnet damit, das Dokument im November auf dem Gipfel der „Östlichen Partnerschaft“ in der litauischen Hauptstadt Vilnius zu unterzeichnen. Zuvor hatte Russland erklärt, dass sich die Zollunion nach der Unterzeichnung dieses Abkommens gezwungen sehen wird, protektionistische Maßnahmen zu ergreifen.

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