22:36 22 August 2017
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    „Petersburger Dialog“: Experten-Tipps für deutsch-russische Wirtschaftsbeziehungen

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    Wirtschaft
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    Die Arbeitsgruppe Wirtschaft des Petersburger Dialogs hat während ihrer Tagung Mitte Oktober in Bayern zehn Empfehlungen für die Regierungen Russlands und Deutschlands zur Verbesserung der bilateralen Wirtschaftskooperation entwickelt, verlautete aus dem Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft.

    Die Arbeitsgruppe Wirtschaft des Petersburger Dialogs hat während ihrer Tagung Mitte Oktober in Bayern zehn Empfehlungen für die Regierungen Russlands und Deutschlands zur Verbesserung der bilateralen Wirtschaftskooperation entwickelt, verlautete aus dem Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft.

    Die Arbeitsgruppe wird geleitet von Dr. Eckhard Cordes, Vorsitzender des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, und Waleri Golubjew, Mitglied des Gazprom-Vorstandes. Zu den Teilnehmern der Gespräche gehörten 36 Wirtschaftsvertreter aus Deutschland und Russland. 

    Während der Gespräche wurde vor einem Rückschritt in den deutsch-russischen und europäisch-russischen Beziehungen gewarnt. Dieser drücke sich aktuell unter anderem in sinkenden Handelszahlen (im ersten Halbjahr hat Russland seine Rolle als Deutschlands führender Handelspartner in Osteuropa verloren), Handelskonflikten und in fehlenden Ergebnissen bei der Visa-Liberalisierung aus. 

     „Wir erwarten von der neuen Bundesregierung, dass sie den deutsch-russischen Beziehungen neue Impulse gibt und unsere Modernisierungspartnerschaft auf eine institutionelle Grundlage stellt“, kommentierte Cordes die Arbeitsergebnisse. „Je besser der deutsch-russische Motor läuft, desto positiver ist dies für die europäische Wirtschaft.“

    „Angesichts der derzeitigen Spannungen zwischen Moskau und Brüssel muss Deutschland seine Vermittlerrolle stärken“, fügte er an. 

    Unter anderem setzen sich alle Beteiligten für eine Institutionalisierung der deutsch-russischen Modernisierungspartnerschaft ein. Die Zusammenarbeit im Rohstoffsektor soll vertieft und eine Russisch-Deutsche Ressourcenuniversität etabliert werden. Wichtig seien auch gemeinsame Anstrengungen zum Aufbau eines Mittelstandes und die Förderung der Dualen Berufsausbildung in Russland, eine Intensivierung des Studenten- und Wissenschaftler-Austausches und ausreichende finanzielle Mittel für den Jugendaustausch. 
    Der diesjährige Petersburger Dialog ist für den 4. bis 6. Dezember in Kassel geplant.  Das Schwerpunktthema heißt „Die sozialen und politischen Rechte als Bedingungen in einer freien Gesellschaft“. 

    Dieses Jahr wird das Forum nicht wie üblich an die regelmäßigen Regierungskonsultationen zwischen Russland und Deutschland angebunden, denn wegen der Schwierigkeiten mit der Bildung einer neuen Regierung in Deutschland steht der Termin des Treffens auf höchster Ebene noch nicht fest.

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