13:18 23 Oktober 2018
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    UralChem übernimmt 20 Prozent der Uralkali-Anteile

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    Der erbitterte „Kali-Streit“ zwischen Russland und Weißrussland um das Milliardengeschäft mit Düngemitteln hat eine weitere Drehe bekommen. Der russische Chemiegigant UralChem übernimmt nach eigenen Angaben für geschätzt 2,9 Milliarden US-Dollar rund 20 Prozent der Anteile am Konkurrenten Uralkali.

    Der erbitterte „Kali-Streit“ zwischen Russland und Weißrussland um das Milliardengeschäft mit Düngemitteln hat eine weitere Drehe bekommen. Der russische Chemiegigant UralChem übernimmt nach eigenen Angaben für geschätzt 2,9 Milliarden US-Dollar rund 20 Prozent der Anteile am Konkurrenten Uralkali.

    Der Deal dürfte „in nächster Zeit“ perfekt gemacht werden. UralChem-Mehrheitseigner Dmitri Masepin bezeichnete die Übernahme als eine „strategische Investition“ seiner Unternehmensgruppe. Zuvor hatte Uralkali-Großaktionär Sulejman Kerimow seinen Anteil von etwa 22 Prozent an die Onexim Gruppe des russischen Milliardärs Michail Prochorow abgestoßen.

    Der Ausstieg von Uralkali aus dem Exportbündnis mit Belaruskali hatte Ende Juli dieses Jahres für massive Verwerfungen am Kalimarkt gesorgt. Der Mittlerweile an Russland ausgelieferte Uralkali-Chef Wladislaw Baumgertner saß knapp drei Monate in Weißrussland unter Hausarrest. Die weißrussische Justiz erhob Anschuldigungen auch gegen Uralkali-Großaktionär Sulejman Kerimow.

    UralChem ist nach eigenen Angaben Russlands größter Produzent von Ammoniak und Ammonsalpeter. Der Jahresausstoß beträgt 2,8 Millionen bzw. 2,5 Millionen Tonnen. Das in mehreren Regionen Russlands aktive Unternehmen zählt zu den größten Herstellern von Mineraldünger in der Ex-Sowjetunion und Osteuropa.

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