22:23 22 Oktober 2018
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    Russland baut ungarisches Atomkraftwerk um zwei Reaktoren aus

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    Russland und Ungarn haben sich auf den Ausbau des einzigen ungarischen Atomkraftwerkes Paks um zwei weitere Reaktoren geeinigt. Ein entsprechendes Regierungsabkommen wurde am Dienstag in Moskau im Beisein des russischen Präsidenten Wladimir Putin und des ungarischen Premiers Viktor Orbán geschlossen.

    Russland und Ungarn haben sich auf den Ausbau des einzigen ungarischen Atomkraftwerkes Paks um zwei weitere Reaktoren geeinigt. Ein entsprechendes Regierungsabkommen wurde am Dienstag in Moskau im Beisein des russischen Präsidenten Wladimir Putin und des ungarischen Premiers Viktor Orbán geschlossen.

    Wie Sergej Kirijenko, Chef der russischen Atomenergiebehörde Rosatom, mitteilte, werden die neuen Reaktoren eine Leistung von jeweils 1000 bis 1200 MW haben. Finanziert werden sollen die Bauarbeiten aus einem russischen Staatskredit, dessen Höhe bis zu zehn Milliarden Euro betragen könnte. Die genaue Summe soll ebenso wie die konkreten Bautermine noch vereinbart werden. Laut dem Abkommen übernimmt Russland zudem die Belieferung des AKW mit Brennelementen, die Verarbeitung des Atommülls und die technische Wartung.

    „Wir haben ein sehr gutes Abkommen unterzeichnet und werden es dem ungarischen Parlament zur Abstimmung unterbreiten“, kommentierte der ungarische Regierungschef Orbán.

    Der russische Staatschef Putin äußerte, dass das Projekt Ungarn mehr Energieunabhängigkeit und Energiesicherheit bringe. „Das ist ein einzigartiges Abkommen, weil rund 40 Prozent der Bauarbeiten von ungarische Unternehmen übernommen werden“, sagte Putin. Darüber hinaus würden Arbeitsplätze in Ungarn mit etwa drei Milliarden US-Dollar unterstützt werden.

    Paks ist das einzige Atomkraftwerk in Ungarn und deckt mit seinen vier Reaktoren des Typs WWER-440 zirka 40 Prozent des Strombedarfs des Landes. Das fast 100 km südlich von Budapest liegende AKW ist in den 1980er-Jahren mit Hilfe der damaligen Sowjetunion gebaut worden.

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