22:44 19 August 2017
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    Chemiegigant Uralkali in Beresniki am Ural

    Uralkali liefert Dünger nach China für rund 215 Millionen US-Dollar

    © RIA Novosti. Pavel Lisytsin
    Wirtschaft
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    Der russische Chemiegigant Uralkali – weltgrößter Produzent von Kaliumchlorid – wird in der ersten Hälfte dieses Jahres 700 000 Tonnen Dünger im Wert von 213,5 Millionen US-Dollar nach China liefern.

    Der russische Chemiegigant Uralkali – weltgrößter Produzent von Kaliumchlorid – wird in der ersten Hälfte dieses Jahres 700 000 Tonnen Dünger im Wert von 213,5 Millionen US-Dollar nach China liefern.

    Das sieht ein mit dem chinesischen Importeur CNAMPGC bereits geschlossener Vertrag vor, teilte Uralkali am Montag in Moskau mit. „Die mit der chinesischen Seite erzielten Vereinbarungen zeugen eindeutig von steigender Nachfrage und von einem Übergang des (Kali-)Marktes in die Erholungsphase“, hieß es in der Mitteilung. „Wir bewerten die Konditionen des Abkommens mit den chinesischen Partnern als gegenseitig vorteilhaft. Sie tragen den Interessen von Abnehmern unserer Erzeugnisse und von Agrarproduzenten in China Rechnung.“

    Geliefert wird bis 30. Juni 2014 nach CFR (Kosten und Fracht) in einen vom Käufer genannten Hafen. Der vorangegangene Vertrag über 500 000 Tonnen Kalidünger galt vom 29. Juli bis 31. Dezember 2013.

    Ende Juli vergangenen Jahres hatte Uralkali die Marktpolitik geändert und auf die bislang unbeirrte Strategie „Preis über Volumen“ verzichtet. Ziel werde künftig nicht der Lieferpreis, sondern das Volumen sein, erklärte die Konzernleitung. Zudem stieg Uralkali aus einem Bündnis mit dem weißrussischen Konzern Belaruskali aus und stand danach im Mittelpunkt eines erbitterten Kali-Streits zwischen Russland und Weißrussland um das Milliardengeschäft mit Düngemitteln. Diese neue Politik von Uralkali sorgte seit Ende Juli 2013 für massive Verwerfungen am Kalimarkt, die auch der deutsche Düngerproduzent K+S zu spüren bekam.

    Uralkali ist einer der größten Kaliförderer weltweit mit einem Marktanteil von rund 20 Prozent. Der Konzern betreibt in den Städten Beresniki und Solikamsk am Ural fünf Minen und sieben Aufbereitungsfabriken mit insgesamt 11 800 Beschäftigten. Als wichtiger Markt gilt China. Uralkali plant, die Förderung 2014 um etwa 2,5 Millionen auf 13 Millionen Tonnen zu steigern, verglichen mit 2013.

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