08:37 25 Juli 2017
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    Gazprom-Chef: Reverse Flow-Modus für Gaslieferungen aus Europa in Ukraine rechtlich fraglich

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    Russisch-ukrainischer Gasstreit (231)
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    Die Idee von Gaslieferungen aus Europa in die Ukraine, wobei die Pipelines in umgekehrter Richtung betrieben werden, ruft laut Gazprom-Chef Alexej Miller Fragen hervor: Ein physischer Betrieb im Reverse Flow-Modus ist kaum möglich, während ein virtueller Revers Flow in rechtlicher Hinsicht fraglich ist.

    Die Idee von Gaslieferungen aus Europa in die Ukraine, wobei die Pipelines in umgekehrter Richtung betrieben werden, ruft laut Gazprom-Chef Alexej Miller Fragen hervor: Ein physischer Betrieb im Reverse Flow-Modus ist kaum möglich, während ein virtueller Revers Flow in rechtlicher Hinsicht fraglich ist.

    Europäische Unternehmen müssten solche Lieferungen auf ihre Rechtmäßigkeit überprüfen, sagte der Konzernchef am Samstag dem TV-Sender Rossija-24.

    Zuvor hatte der ukrainische Energieminister Juri Prodan erklärt, dass die Ukraine den Reverse Flow aus Westeuropa in Gang bringen wolle. So etwa versucht Kiew, mit der Slowakei Gaslieferungen in umgekehrter Flussrichtung zu vereinbaren.

    Die Pipeline könne nicht gleichzeitig in zwei entgegengesetzten Richtungen funktionieren, so Miller. Sollte die Rede von einem virtuellen Swapgeschäft sein, so müsste man sich dessen bewusst sein, dass das in der Ukraine zurückgebliebene Gas Eigentum des russischen Konzerns ist. Niemand außer Gazprom dürfe darüber verfügen.

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