05:54 26 September 2017
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    Gefechte in Donezk: Ukrainische Kohleproduktion schrumpft

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    Entwicklung in Ostukraine (2318)
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    Seit Beginn der Kampfhandlungen in den östlichen Bergbauregionen Donezk und Lugansk ist die Kohleproduktion der Ukraine nach Angaben der Regierung in Kiew um zehn bis zwölf Prozent geschrumpft.

    Seit Beginn der Kampfhandlungen in den östlichen Bergbauregionen Donezk und Lugansk ist die Kohleproduktion der Ukraine nach Angaben der Regierung in Kiew um zehn bis zwölf Prozent geschrumpft.

    Während der Gefechte um den Flughafen Donezk seien mehrere Kohleminen mitten in die Kampfzone geraten, konstatierte der stellvertretender Energieminister Juri Sjukow am Donnerstag. „Weil es Explosionen gegeben hat, die die Bauten beschädigen konnten und das Leben der Bergleute gefährdeten (…) haben wir die Arbeit unter Tage für 48 Stunden verboten“, sagte er. Jetzt befänden sich nur Mitarbeiter unter der Erde, die für die „Lebenssicherung“ der Schächte sorgen, unter anderem eine Überflutung verhindern sollen. Wegen der andauernden Gewalt sei die Kohleförderung in den vergangenen Wochen um zehn bis zwölf Prozent gesunken.

    Am Mittwoch hatten rund 3000 Bergleute in der Kohlebergbau-Metropole Donezk gegen den Krieg demonstriert. Mehrere Steinkohle-Bergwerke streiken.

    Die ukrainische Übergangsregierung, die nach dem Februar-Umsturz an die Macht gekommen war, hatte im April Truppen in die östlichen Regionen geschickt, die den Machtwechsel und die neue, nationalistisch geprägte Regierung in Kiew nicht anerkannt haben. Die Kämpfe zwischen der Regierungsarmee und den Volksmilizen in den ostukrainischen Kohlebergbau-Gebieten Donezk und Lugansk intensivierten sich nach der ukrainischen Präsidentenwahl am Sonntag. Auf beiden Seiten gibt es Opfer.

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