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01:40 15 Oktober 2019
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    Russland und Österreich planen Joint Venture für Gaspipeline South Stream

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    Bau der South-Stream-Pipeline (209)
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    Russland und Österreich werden ein Planungs-Joint Venture für den Bau des österreichischen Abschnittes der Erdgaspipeline South Stream von Russland nach Südeuropa gründen. Der entsprechende Vertrag soll am Rand des bevorstehenden Besuchs von Russlands Präsident Wladimir Putin am 24. Juni in Wien unterschrieben werden, wie der Kreml mitteilte.

    Russland und Österreich werden ein Planungs-Joint Venture für den Bau des österreichischen Abschnittes der Erdgaspipeline South Stream von Russland nach Südeuropa gründen. Der entsprechende Vertrag soll am Rand des bevorstehenden Besuchs von Russlands Präsident Wladimir Putin am 24. Juni in Wien unterschrieben werden, wie der Kreml mitteilte.

    Die Vereinbarung über die Gründung der gemeinsamen Planungsfirma South Stream Austria werde von Gazprom-Chef Alexej Miller und vom OMV-Vorstandsvorsitzenden Gerhard Roiss unterschrieben, teilte Putins Berater Juri Uschakow, am Freitag mit.  Nach Angaben des Kreml-Presseamtes wird Putin während seines offiziellen Besuchs in Österreich mit Bundeskanzler Werner Faymann und Vertretern der Wirtschaft zusammentreffen. Auch ist ein Treffen mit Bundespräsident Heinz Fischer geplant.

    Trotz der Einwände der EU-Kommission hatten Gazprom-Chef Miller und OMV-Chef Roiss im April eine Absichtserklärung über den Bau des österreichischen South-Stream-Abschnitts unterzeichnet. Die Jahreskapazität des Abschnitts ist mit 32 Milliarden Kubikmeter geplant. Als Endpunkt ist Baumgarten an der March vorgesehen.

    Das Gros der russischen Gasexporte wird seit dem Zerfall der Sowjetunion durch die Ukraine nach Europa geliefert. Um die Abhängigkeit von dem instabilen Transitland zu verringern, hat Gazprom gemeinsam mit westeuropäischen Partnern die Ostsee-Pipeline Nord Stream direkt nach Deutschland gebaut und plant mit South Stream eine Direktleitung nach Südeuropa. Die ersten Lieferungen via South Stream sind für 2016 geplant. Zwei Jahre später soll die Pipeline die Vollleistung von 63 Milliarden Kubikmeter im Jahr erreichen. Das sind etwa 35 Prozent des europäischen Gesamtbedarfs an Erdgas.

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