20:34 30 September 2016
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    „Financial Times“: Sanktionen gegen Russland in Europa bereits spürbar

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    Sanktionen gegen Russland (849)
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    Die Krise in der Ukraine und die Wirtschaftssanktionen gegen Russland wirken sich negativ auf europäische Unternehmen aus, schreibt die Financial Times unter Berufung auf die Meinung von Vertretern führender Unternehmen der Alten Welt.

    Die Krise in der Ukraine und die Wirtschaftssanktionen gegen Russland wirken sich negativ auf europäische Unternehmen aus, schreibt die Financial Times unter Berufung auf die Meinung von Vertretern führender Unternehmen der Alten Welt.

    Vertreter der Geschäftskreise Europas äußerten ihre Meinung im Zusammenhang mit der Verhängung von Branchensanktionen gegen Russland, die von der Europäischen Union am Donnerstag endgültig bestätigt wurden.

    Die Aktien von Adidas, dem zweitgrößten Produzenten der Sportausrüstung der Welt, gingen um 15 Prozent zurück, nachdem das Unternehmen vor dem Gewinnrückgang  gewarnt und bekannt gegeben hatte, dass es die Schließung seiner Verkaufsstellen in Russland wegen den Risiken einer Verringerung der Verbraucherausgaben in der Region beschleunigen werde.

    Der Autoproduzent Volkswagen teilte mit, dass die Autoverkäufe in Russland in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um acht Prozent zurückgingen.

    Die Metro-Gruppe, der zweitgrößte Retailer der Eurozone, gab an, dass die Ereignisse in Russland Risiken für das Unternehmen schaffen. Das Unternehmen registriert bereits einen drastischen Absatzrückgang in der Ukraine. 

    Ihre Befürchtungen  hinsichtlich des Geschäftsklimas in der EU äußerten nach der Verhängung der neuen Sanktionen auch Leiter des Industriekonzerns Siemens,  einer der größten mitteleuropäischen Banken Erste Group und des Maschinenbaukonzerns VDMA.

    Der EU-Rat hatte am Donnerstag im Namen der Europäischen Union die Wirtschaftssanktionen gegen Russland endgültig bestätigt, die den Zugang der russischen Staatsbanken – Sberbank, VTB , Gazprombank, Vnesheconombank und Rosselchosbank – zu den Mitteln der europäischen Investoren einschränken und den EU-Unternehmen verbieten, die Ausrüstungen für die russische Erdölindustrie zu liefern, sowie ein Embargo für die neuen Waffenhandel- Verträge mit Russland verhängen.

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