20:42 13 Dezember 2018
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    Wirtschaftsminister Russlands Alexej Uljukajew

    Russland in negative Phase des Wirtschaftszyklus getreten - Wirtschaftsminister

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    ist in die negative Phase des Wirtschaftszyklus getreten, stellt Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew in einem am Montag in der Tageszeitung „Wedomosti“ veröffentlichten Artikel.

    Russland ist in die negative Phase des Wirtschaftszyklus getreten, stellt Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew in einem am Montag in der Tageszeitung „Wedomosti“ veröffentlichten Artikel.

    „Die ungenügende Nachfrage ist heute eine substantielle Barriere, die die Wiederherstellung eines stabilen Wachstums behindert“, so Uljukajew. „Unter diesen Bedingungen würde eine Verringerung von Staatsausgaben die negativen Tendenzen in der Wirtschaft weiter verstärken.“

    Die Stagnation der russischen Wirtschaft, die seit 2012 zu beobachten ist, sei in erster Linie nicht eine Folge der ungünstigen Weltkonjunktur und auch nicht der geopolitischen Veränderungen, sondern eine Folge der Schwäche der russischen Wirtschaft.

    „Man muss zugeben, dass es bei der jetzigen Qualität unserer Institute unmöglich ist, das Unternehmungsklima wesentlich zu verbessern und bei Investoren Interesse hervorzurufen“, sagte der Minister.

    Das Wirtschaftsministerium sei zwar gegen eine mögliche frontale Kürzung aller Haushaltsartikel, eine weitere Vergrößerung der sozialen und der militärischen Ausgaben bringe aber Risiken für die Wirtschaft mit sich, hieß es.

    „Die Situation erschwert sich dadurch, dass die Einnahmen des Landes in langfristiger Perspektive im Vergleich zu den früheren Perioden weiter zurückgehen werden. Beim Ausbleiben substantieller Veränderungen in der Wirtschafts- und der Haushaltspolitik des Staates kann man kaum mit einer Veränderung der entstehenden negativen Tendenzen rechnen“, meinte der Minister.

    „Dabei ist zu betonen, dass die Ausgaben in den zurückliegenden Jahren konsequent erhöht wurden. Eine solche Lage war unter den Bedingungen der ständig wachsenden Ölpreise tolerierbar. Jetzt aber, wo die Ölpreise zwar auf hohem Niveau geblieben sind, aber nicht mehr steigen, ist eine Vergrößerung von Haushaltsausgaben mit wesentlichen Risiken verbunden.“

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