10:45 26 September 2016
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Globaler Kreditmarkt bis 2016 für Russland kaum zugänglich - Wirtschaftsministerium

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Wirtschaft
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Krisenstimmung in Russlands Wirtschaft (146)
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Russlands Wirtschaftsministerium warnt vor großen geopolitischen Risiken für die russische Wirtschaft im laufenden und im kommenden Jahr. Russische Unternehmen würden frühestens 2016 bzw. 2017 zu langfristigen Krediten auf den weltweiten Kapitalmarkt zurückkehren können.

Russlands Wirtschaftsministerium warnt vor großen geopolitischen Risiken für die russische Wirtschaft im laufenden und im kommenden Jahr. Russische Unternehmen würden frühestens 2016 bzw. 2017 zu langfristigen Krediten auf den weltweiten Kapitalmarkt zurückkehren können.

Bei ihrer Prognose zur sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung Russlands stützt sich das Ministerium auf die Prämisse, dass die geopolitische Lage relativ stabil bleibt und keine neuen ernsthaften Sanktionen der EU und der USA gegen Russland wie auch keine Gegensanktionen seitens Russlands verhängt werden.

„2014 bis 2015 werden dabei geopolitische Risiken weiter bestehen, was hohe Risikoprämien und wenig Möglichkeiten für äußere Kredite in dieser Periode zur Folge hat“, heißt es in der Prognose auf der Internetseite des Ministeriums.

Für 2016 bis 2017 sei eine Wiederherstellung des Zugangs zu globсalen Aktienmärkten für russische Unternehmen zu erwarten. Der Kapitalabfluss würde 2016 und 2017 bei höchstens 20 bis 30 Milliarden US-Dollar pro Jahr liegen.

Vergangene Woche hatte der russische Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew mitgeteilt, dass der größte Negativeffekt der westlichen Sanktionen für Russland anscheinend in den Jahren 2016 bis 2017 erwartet wird. Er rechne mit keinen weiteren Strafmaßnahmen gegen Russland. Die aktuellen Sanktionen würden aber wohl kaum 2015 abgeschafft.

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