22:51 21 April 2019
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    Ölförderung in Russland

    Billiges Öl und schwacher Rubel: Russland muss in Finanzreserve greifen

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    Wirtschaft
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    Das billige Erdöl und der schwächelnde Rubel veranlassen die russische Regierung dazu, in die Reserve zu greifen. Laut Finanzminister Anton Siluanow müssten 2015 rund 500 Milliarden Rubel (9,8 Milliarden Euro) aus dem Reservefonds ausgegeben werden.

    Das billige Erdöl und der schwächelnde Rubel veranlassen die russische Regierung dazu, in die Reserve zu greifen. Laut Finanzminister Anton Siluanow müssten 2015 rund 500 Milliarden Rubel (9,8 Milliarden Euro) aus dem Reservefonds ausgegeben werden.

    „Wenn der Erdölpreis 2015 auf dem jetzigen Stand von 87 US-Dollar je Barrel und der Rubelkurs bei 40 Rubel je Dollar bleibt, dann müssen wir in den Reservefonds greifen“, sagte der Minister am Montag im Haushaltsausschuss der Staatsduma (russisches Parlamentsunterhaus). „Rund 500 Milliarden Rubel werden uns fehlen, wenn die jetzige Situation bestehen bleibt.“ Der Minister bat die Abgeordneten, dem Finanzministerium gesetzlich zu erlauben, diese Summe aus dem Reservefonds zu nehmen.

    Der russische Reservefonds war im September 2014 um 4,7 Prozent auf 3,545 Billionen Rubel (rund 70 Milliarden Euro) gewachsen. Der Wohlfahrtsfonds betrug knapp 3,3 Billionen Rubel. In diesen Fonds speichert Russland Mehreinnahmen aus den Erdölexporten. Die Reserven, die während der Hochkonjunktur aufgebaut worden waren, wurden 2009 und 2010 zur Milderung der Folgen der Weltfinanzkrise verstärkt in Anspruch genommen.

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