15:06 10 Dezember 2019
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    Gazprom sieht kritische Transitrisiken für Gaslieferungen durch Ukraine

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    Gazprom hat die Transitrisiken für die russischen Gaslieferungen über die Ukraine in europäische Länder auf ein “kritisches Niveau” heraufkorrigiert.

    Gazprom hat die Transitrisiken für die russischen Gaslieferungen über die Ukraine in europäische Länder auf ein “kritisches Niveau” heraufkorrigiert.

    „…Nach dem Stand vom 30. September 2014 sind vom ukrainischen Gasversorger Naftogaz Ukrainy keine Anzahlungen geleistet worden“, heißt es in einem aktuellen Gazprom-Bericht.

    Russland, die Ukraine und die EU hatten Ende Oktober ein trilaterales Protokoll zu einem Winterplan unterzeichnet, das Gaslieferungen für die Zeit bis Ende März 2015 vorsieht. Gemäß dem Plan sollen die Lieferungen der erforderlichen Mengen von Gas in die Ukraine wieder aufgenommen und die Transitlieferungen durch die Ukraine nach Europa abgesichert werden.

    Laut der russischen Gasholding betragen die Gasvorräte in den unterirdischen Gasspeichern der Ukraine nach dem Stand von Ende Oktober sieben bis neun Milliarden Kubikmeter.

    Gazprom hat dem ukrainischen Gasversorger am 7. November eine Vorabrechnung für die Lieferung von zwei Milliarden Kubikmeter Gas im November ausgestellt. Die fällige Anzahlung ist bis jetzt ausgeblieben. Wie der ukrainische Energieminister Juri Prodan damals sagte, braucht Kiew momentan kein russisches Gas. Die Ukraine werde im Winter je nach Wetterbedingungen Gas kaufen und hoffe, überhaupt ohne den Kauf von Gas auszukommen zu können, so der Minister.

    Am Freitag teilte Prodan mit, die Ukraine beabsichtige, bis Ende 2014 etwa 1,5 Milliarden Kubikmeter Gas und im kommenden Jahr voraussichtlich rund eine Milliarde Kubikmeter Gas von Gazprom gegen Vorkasse zu kaufen. Laut Naftogaz-Chef Andrej Kobolew ist das ukrainische  Unternehmen bereit, Ende November eine Anzahlung für neue russische Gaslieferungen zu leisten.

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