Widgets Magazine
21:06 18 Oktober 2019
SNA Radio
    Krisenstimmung in Russlands Wirtschaft

    DIHK-Außenwirtschaftschef: Russland-Krise gefährdet deutsche Wirtschaft

    © Fotolia / kkolosov
    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    Krisenstimmung in Russlands Wirtschaft (146)
    0 70
    Abonnieren

    Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sieht Gefahren für die deutsche Wirtschaft durch den Verfall des russischen Rubels. Viele Unternehmen müssen ihre Projekte stornieren und Personal kürzen.

    Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sieht Gefahren für die deutsche Wirtschaft durch den Verfall des russischen Rubels. Viele Unternehmen müssen ihre Projekte stornieren und Personal kürzen.

    „Die Krise der russischen Wirtschaft hinterlässt immer tiefere Bremsspuren im Russlandgeschäft deutscher Unternehmen“, sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier in einem Interview der „Bild am Sonntag“. Laut einer Umfrage der deutschen Auslandshandelskammer müsse fast jedes dritte deutsche Unternehmen in Russland Mitarbeiter entlassen, sollte sich die wirtschaftliche Entwicklung vor Ort nicht verbessern.

    „36 Prozent der Unternehmen gehen davon aus, Projekte stornieren zu müssen", sagte Treier. Der Rubelverfall habe zur Folge, dass russische Geschäftspartner deutscher Firmen sich nun gen Asien orientieren. Jedes achte Unternehmen erwäge einen Rückzug aus Russland, so Treier weiter. „Der Bruch so mancher Geschäftsbeziehung steht also bevor." Zuvor hatte bereits der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier vor den Folgen der EU-Sanktionen gegen Russland gewarnt.

    Die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen haben sich nach dem Februar-Umsturz in der Ukraine dramatisch verschlechtert. Westliche Staaten haben den Sturz von Präsident Viktor Janukowitsch und die von der Opposition gestellte Regierung anerkannt, jedoch nicht das darauf gefolgte Referendum auf der von Russischstämmigen dominierten Schwarzmeerhalbinsel Krim, die im März eindeutig für eine Wiedervereinigung mit Russland stimmte. Nach dem Beitritt der Krim zu Russland verhängten die USA und - auf ihr Drängen hin - die Europäische Union in vier Etappen politische und wirtschaftliche Sanktionen gegen Russland. Russland konterte mit einem Einfuhrverbot für eine ganze Reihe von Lebensmitteln.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Themen:
    Krisenstimmung in Russlands Wirtschaft (146)