19:13 27 Februar 2020
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    Krisenstimmung in Russlands Wirtschaft (146)
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    Wegen dem niedrigen Ölpreis werden 2015 dem russischen Haushalt rund drei Billionen Rubel (ca. 40 Milliarden Euro) Einnahmen entgehen. Laut Finanzminister Anton Siluanow gilt diese Prognose nur, wenn der Ölpreis im Jahresdurchschnitt nicht unter 50 Dollar je Barrel fällt.

    „Bei einem Durchschnittspreis von 50 Dollar je Barrel … werden uns etwa drei Billionen Rubel Einnahmen entgehen“, sagte Siluanow am Mittwoch in Moskau. Er hoffe, dass die Ölpreise, die am gestrigen Dienstag auf 45,23 US-Dollar je Barrel (Nordseesorte Brent) gefallen sind, bereits ihren Tiefpunkt erreicht haben. Experten hingegen halten einen Ölpreisverfall bis auf 35 Dollar je Barrel für möglich.

    Der Haushaltsplan der Russischen Föderation für 2015 geht von Einnahmen in Höhe von 15.082 Milliarden Rubel aus. Die Ausgaben sind mit 15.513 Milliarden Rubel und das Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit 77.498 Milliarden Rubel geplant. Der sinkende Ölpreis und die westlichen Sanktionen haben im vergangenen Jahr den russischen Rubel auf Talfahrt geschickt. Von Januar bis Dezember 2014 verlor die russische Nationalwährung mehr als 41 Prozent zum US-Dollar und 34 Prozent zum Euro. Finanzminister Siluanow hält den Rubel jedoch für unterbewertet.

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