16:02 21 September 2020
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    Russland muss laut German Gref mit einer schweren Bankenkrise rechnen, sollte sich der Erdölpreis dauerhaft bei den jetzigen 45 US-Dollar pro Barrel (159 Liter) einpendeln. Der Sberbank-Chef selbst erwartet aber eine baldige Erholung der Ölpreise.

    Es sei offensichtlich, dass ein Jahresdurchschnittspreis von 43 bis 45 eine äußerst schwere Bankenkrise auslösen würde, sagte Gref, einst langjähriger russischer Wirtschaftsminister und heute Chef des größten Geldinstituts des Landes, am Mittwoch in Moskau.

    Er selbst ist jedoch überzeugt, dass die Ölpreise bald wieder wachsen:

    „Ich glaube nicht, dass er (der Ölpreis) niedrig bleibt, bei 40 Dollar.“

    Doch sei es durchaus wahrscheinlich, dass ein Barrel Öl dauerhaft zwischen 60 und 70 Dollar kosten werde. Angesichts der hohen wirtschaftlichen Volatilität rief Gref den russischen Bankensektor auf, in diesem Jahr Reserven in Höhe von insgesamt drei Billionen Rubel zu hinterlegen.

    Der Preis für das Erdöl, Russlands wichtigsten Exportartikel ist seit Sommer um mehr als die Hälfte gefallen und hat den Rubel auf Talfahrt geschickt. Von Januar bis Dezember 2014 verlor die russische Nationalwährung mehr als 41 Prozent zum US-Dollar und 34 Prozent zum Euro.

    German Gref (50) war von 2000 bis 2007 russischer Wirtschaftsminister. Seit November 2007 ist er Vorstandsvorsitzender des größten Geldhauses Russlands, der staatlichen Sberbank.

    Sergej Pirogow

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    Tags:
    Krise, Sberbank, German Gref, Russland