23:49 12 August 2020
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    Das Projekt zum Bau der Pipeline South Stream ist geschlossen, für Europa gibt es keine anderen Varianten zur Beseitigung der Risiken bei den Gastransitlieferungen durch die Ukraine, als die neue Gasleitung Türkischer Strom, wie Gazprom-Chef Alexej Miller vor Journalisten sagte.

    „Das Projekt ist vorbei. Die Gaspipeline Türkischer Strom ist der einzige Weg, über den 63 Milliarden Kubikmeter russischen Gases, die zurzeit noch durch die Ukraine transportiert werden, geliefert werden können. Andere Varianten gibt es nicht. Unsere europäischen Partner sind darüber informiert und haben jetzt die Aufgabe, die erforderliche Gastransportinfrastruktur an der türkisch-griechischen Grenze zu bauen“, äußerte Miller nach seinem Gespräch mit dem EU-Kommissar für die Energieunion, Maroš Šefčovič.

    Im Verlauf des Gespräches betonte Miller, dass Gazprom bereits seit mehr als 40 Jahren ein zuverlässiger Gaslieferant für die europäischen Kunden sei. Der Konzern arbeite systematisch daran, die Lieferstrecken zu diversifizieren. Die beiden funktionierenden Gaspipelines Nord Stream und Jamal-Europa erweisen sich als zuverlässig und effektiv bei den Direktlieferungen von russischem Gas.

    Die derzeitigen Bemühungen von Gazprom seien darauf gerichtet, eine neue Gaspipeline in die Türkei durch das Schwarze Meer zu bauen. Diese Gaspipeline soll russisches Erdgas im Umfang von 50 Milliarden Kubikmetern an die Grenze zwischen der Türkei und Griechenland liefern.

    Anfang Dezember stoppte Russland wegen des Widerstandes der EU den Bau der South-Stream-Pipeline, durch die russisches Erdgas ab 2018 direkt nach Südeuropa hätte strömen sollen.  Stattdessen sollen eine neue Pipeline in die Türkei sowie ein Gashub an der türkisch-griechischen Grenze für die Versorgung Südeuropas gebaut werden.

     

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    South Stream, Türkischer Strom, Gazprom, Alexej Miller, Maroš Šefčovič, Russland, Türkei