05:24 22 November 2019
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    Rubel-Krise

    Trotz Kursverfall: Russen halten ihr Spargeld weiter in Rubel

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    Trotz des stakten Kursverlustes im vergangenen Jahr trauen die Russen ihre Ersparnisse weiter dem Rubel an. Die überwältigende Mehrheit (87 Prozent) hält ihr Geld weiter in der Nationalwährung, wie eine Studie des Meinungsforschungsinstituts Fom zeigt. Dabei haben mehr als zwei Drittel der Russen nach eigenen Angaben überhaupt keine Ersparnisse.

    Etwa 28 Prozent der Befragten gaben an, Ersparnisse zu besitzen.

    Nur neun Prozent von ihnen halten ihr Spargeld in Dollar und sieben Prozent in Euro. Etwa 42 Prozent gaben an, dass ein Zurücklegen das Beste sei, was man in der heutigen Krise mit momentan freien Mitteln machen könnte. Weitere 30 Prozent würden lieber in teure Waren investieren.

    Etwa 30 Prozent der Befragten halten ihr Geld auf einem Bankkonto, weitere 23 Prozent bar zuhause.

    19 Prozent raten dazu, freie Mittel teils bei einer Bank und teils zu Hause zu horten. Im Dezember haben 95 Prozent der Russen nach eigenen Angaben keine ausländischen Devisen gekauft. Zugleich gaben sie weniger für Lebensmittel (27 Prozent der Befragten), Kleidung (22 Prozent) und Unterhaltung (20 Prozent) aus. Fom hat am 28. Dezember des vergangenen Jahres 1500 Menschen über 18 Jahre in 43 russischen Regionen befragt.

    Der Ölpreis, der seit Sommer um mehr als die Hälfte gefallen ist, hat den russischen Rubel auf Talfahrt geschickt. Erdölexporte sind Russlands wichtigste Einnahmenquelle. Von Januar bis Dezember 2014 verlor die russische Nationalwährung mehr als 41 Prozent zum US-Dollar und 34 Prozent zum Euro. Viele Russen investierten zum Jahresende in Elektronik, Haushaltsgeräte und Autos, um ihre Ersparnisse zu retten.

    Sergej Pirogow

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    Tags:
    Krise, Rubel, Meinungsforschungsinstitut FOM, Russland