01:39 28 September 2020
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    Wegen des Sanktionskrieges sind die Lieferungen deutscher Lebensmittel und Landwirtschaftsprodukte nach Russland seit August um 23 Prozent geschrumpft. Das entspricht wertmäßig etwa 500 Millionen US-Dollar, wie der russische Landwirtschaftsminister Nikolai Fjodorow am Freitag mitteilte.

    „Das ist nicht gerade sehr gut. Strategisch gesehen liegt das nicht in unserem Interesse“, sagte der Minister am Rande der Agrarmesse Grüne Woche in Berlin. Die russischen Agrarproduzenten seien zwar mit weniger Konkurrenz auf ihrem Markt zufrieden, aber nicht die Verbraucher.

    Seine Kollegen aus Deutschland haben sich bereits besorgt über den schwindenden Anteil ihrer Farmer auf dem russischen Markt gezeigt, sagte Fjodorow weiter. Doch „ist der Ball auf ihrer Seite“. „Es waren nicht wir, die mit der Sanktionspolitik begonnen haben. Wir mussten bloß auf die unfreundliche Politik unserer westlichen Partner reagieren.“

    In der Ukraine-Krise hatten die USA und — auf ihr Drängen hin — die Europäische Union 2014 in vier Etappen politische und wirtschaftliche Sanktionen gegen Russland verhängt. Nach dem dritten Sanktionspaket verbot Russland im August den Import von einer ganzen Reihe von Lebensmitteln aus den USA, der EU, Kanada, Australien und Norwegen.

     

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    Grüne Woche, Berlin, Deutschland